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Gisela Sengl: »Unser Landkreis muss grüner werden«

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Gisela Sengl

Zur Person: Gisela Sengl, die seit 2013 für die Grünen im Landtag sitzt, möchte Landrätin werden. Sie ist 59 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder sowie zwei Enkel. Mit ihrem Mann lebt sie in Sondermoning und bewirtschaftet dort einen Bio-Bauernhof mit eigenem Bioladen.


Warum wollen Sie Landrätin werden?

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Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, der Kampf gegen den Klimawandel und ein friedliches Miteinander sind für mich ein echtes Anliegen und nicht nur Wahlkampfslogans. Unser Landkreis muss grüner werden! Dafür brauchen wir eine kluge Verkehrspolitik, die auf Fahrrad, Bus und Bahn als Verkehrsmittel setzt. Naturschutz und Wirtschaft müssen zusammengedacht werden, gerade was den Flächenverbrauch und die regionale Wertschöpfung betrifft. Als Landrätin werde ich da sein – für die Menschen, für ihre Belange, aber auch für ihre Sorgen und Ängste. Ich stehe für eine offene, respektvolle und mitfühlende Politik für die Menschen und für die Natur, und für transparente und ehrliche Politik.

Was gefällt Ihnen besonders gut am Landkreis?

Bei uns im Landkreis lässt es sich einfach gut leben: Wir haben eine wunderbare Natur, einen hohen Lebensstandard durch eine starke Wirtschaft und ein gutes soziales Miteinander. Wir sind außerdem eine Zuzugsregion – das finde ich gut, denn diese Vielfalt macht unseren Landkreis so lebendig und interessant.

Welche Projekte wollen Sie in den nächsten Jahren angehen/umsetzen?

– Der Klimaschutz wird bei mir an erster Stelle stehen, das heißt, alle Maßnahmen, die der Landkreis zu verantworten hat, müssen den Klimaschutz als oberstes Ziel haben.

– Zweitens will ich mich um das Arbeitsklima in den Kreiskliniken kümmern. Die schwarze Null darf niemals zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen.

– Drittens werde ich mich um eine regionale, frisch gekochte Verpflegung in den landkreiseigenen Häusern kümmern, das ist nämlich echte regionale Wertschöpfung und stärkt unsere Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk.

– Viertens will ich allen Menschen, die bei uns leben, erlauben, dass sie arbeiten oder eine Ausbildung machen können – das ist nicht nur menschlich, sondern angesichts des Arbeitskräftemangels auch wirtschaftlich geboten.

– Fünftens werde ich mich für ein günstiges Schüler- und Azubi-Ticket einsetzen und langfristig für einen attraktiven Öffentlichen Nahverkehr mit günstigen Ticketpreisen und für einen Verkehrsverbund mit den angrenzenden Landkreisen.

– Sechstens werde ich die Zusammenarbeit mit unserem Nachbartourismusverband in Rosenheim stärken und die Verhandlungen für eine Fusion wieder aufnehmen.

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