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Heimische Biathleten hoffen auf Medaillensegen

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Sie hoffen bei der Junioren-WM auf gute Ergebnisse: die heimischen Biathleten (von links) Marco Groß, Dominic Schmuck, Niklas Homberg, Sophia Schneider und Anne Weidel. (Foto: Wukits)

Fünf Biathleten aus der Region werden ab dem morgigen Mittwoch bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Minsk/Weißrussland an den Start gehen. Ein Großteil davon hat bereits internationale Erfahrungen gesammelt und zählt zu den Medaillenanwärtern. Wir stellen die Teilnehmer in kurzen Porträts vorn:


Niklas Homberg (20), SK Berchtesgaden: Der 20-Jährige ist bereits Jugend-Olympiasieger und ein sehr laufstarker und zielstrebiger Sportler. »Wenn er am Schießstand durchkommt, dann hat er auf alle Fälle in jedem Einzelwettkampf Medaillenchancen«, sagt Stützpunkttrainer Kristian Mehringer. »Das große Ziel ist sicherlich eine Staffelmedaille.« Genauso selbstbewusst sieht es auch der Sportler: »Ich will mehr als nur Erfahrungen sammeln. Eine Einzel- und Staffelmedaille ist mein Ziel. Möglichst natürlich in Gold«, hofft Homberg.

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Dominic Schmuck (18), SC Schleching: Der 18-Jährige ist eigentlich noch Jugendlicher, wird aber wegen seiner guten Leistungen in der Qualifikation bei den Junioren eingesetzt. »Wenn es auch sein erster internationaler Wettkampf ist, kann er in der Staffel ein wichtiger Athlet sein. Hier kann er mit dem großen Ziel, um eine Medaille zu laufen, an den Start gehen«, gibt ihm Mehringer mit auf dem Weg. »Mal schauen wo ich laufe, bei den JunioDavon hängen natürlich meine Ziele und Erwartungen ab. Ich möchte auf alle Fälle solide Rennen zeigen, um mich über diese für die Staffel zu empfehlen«, meint der Schlechinger zurückhaltend.

Marco Groß (19), SC Ruhpolding: »Ich werde mein Bestes geben. Konzentriert am Schießstand arbeiten und beim Laufen alles rausholen«, verspricht der Sohn des neunmaligen Weltmeisters Ricco Groß. »Mein Vater hat mich im Training enorm weitergebracht, jetzt müssen nur noch die Erfolge kommen.« Diese hatte er bei der JWM bereits vor einem Jahr mit zwei Silbermedaillen. »Er bringt Laufen und Schießen sehr gut zusammen. Wenn bei ihm alles passt, kann er um eine Medaille mitkämpfen«, beschreibt Kristian Mehringer seine Erfolgsaussichten.

Anna Weidel (18), WSV Kiefersfelden: Die 18-Jährige hatte im vergangenen Jahr ebenfalls zwei Silbermedaillen bei der JWM erobert. Im vergangenen Jahr ist sie nach Ruhpolding gezogen um ihren Sport noch intensiver auszuführen. Bei Experten gilt Weidel als eines der größten Talente im Biathlon. »Sie hat bereits im IBU-Cup gute Erfahrungen sammeln können. Sie ist sehr laufstark und wenn sie sich am Schießstand im Griff hat, kann sie in jedem Rennen eine Medaille holen«, sagt Mehringer. Er hofft, dass sie nicht zu schnell schießen möchte. »Ich glaube, dieses Jahr wird es sehr schwer, um eine Medaille mitzulaufen. Ich starte als Jugendliche bei den Junioren. Wenn alles perfekt läuft, dann glaube ich aber schon, vorne dabei zu sein«, meint Weidel etwas bedeckt. Gespannt ist sie auf die Atmosphäre in Weißrussland. »Ich denke wir sind ein cooles Team und werden sicherlich jede Menge Erfahrungen sammeln.«

Sophia Schneider (17), SV Oberteisendorf: Sophia Schneider ist die jüngste im Team und hat aber bereits bei den EYOF-Spielen in diesem Jahr zwei Bronzemedaillen gewonnen. Sie geht derzeit in die 11. Klasse des Traunsteiner Anette-Kolb-Gymnasiums und ist noch keine Profi-Biathletin. »Trotzdem hat sie sich in der Qualifikation gegen die Profis durchsetzen können. Sie ist laufstark und sehr treffsicher. Wenn alles gut läuft, kann sie um eine Medaille mitlaufen«, hofft Mehringer. »Ich freue mich, dass ich bei der WM dabei sein kann und bin sehr glücklich darüber. Schließlich ist die Strecke in Oberhof für die Quali sehr schwierig gewesen. Ich werde mit Freude an den Start gehen und versuchen, vor allem gut zu schießen. Dann kann ich vorne dabei sein«, so die 17-Jährige.

»Als Trainer denke ich, dass die Sportler an sich glauben sollen und nichts Besonderes machen dürfen. Alles, was sie sich jetzt im Training erarbeitet haben, sollen sie bestmöglich umsetzen. Nach dem Rennen müssen sie mit ihrer Leistung zufrieden sein. Wenn dann noch eine Medaille rauskommt, ist das doppelt schön«, rät Kristian Mehringer seiner Truppe.

Deswegen denkt der Trainer auch an jene seiner Sportler, die die Qualifikation diesmal wegen Verletzung und Krankheit nicht geschafft haben. Das gilt zum Beispiel für Marion Deigentesch (Oberteisendorf) und Dominic Reiter (Ruhpolding). »Sie dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Schließlich haben sie im nächsten Jahr erneut die Chance, sich für die JWM zu qualifizieren.« SHu