Einmal Silber, zweimal Bronze

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Tobias Schlöglmann (rechts) gewann bei den Weltmeisterschaften in Wagrain die Silbermedaille im Kickboxen im Vollkontakt. Gegen seinen Finalgegner, der 30 kg schwerer war als er, hatte er es sichtlich schwer.

Die Inzeller Kickboxer brauchen sich nicht zu verstecken: Sie feierten nun auch bei den Welttitelkämpfen ausgezeichnete Erfolge. Nach fast zwei Jahren ohne Wettkämpfe reisten drei Kickboxer aus dem Kun-Tai-Ko-Dojo Inzell mit Cheftrainer Adi Bernard sowie zwei Coaches und einigen Zuschauern zu den World Games der WMAC (World Martial Arts Committee) und WKU (World Kickboxing and Karate Union) nach Wagrain ins Salzburger Land. Dabei kämpften Sportler aus 26 Nationen (vier Kontinente, 132 Vereine mit insgesamt 1288 Starts) in den verschiedenen Kampfsport-Disziplinen.


Ein starkes Vollkontakt-Debüt zeigte Tobias Schlöglmann aus Bergen. In seiner Gewichtsklasse bis 90 kg wurde kein Gegner gemeldet, daher musste er in der Klasse plus 90 kg antreten. Mit seinen 89 kg konnte er in dieser nach oben hin offenen Klasse seinen Finalkampf gegen einen sehr erfahrenen und 30 kg schwereren Gegner nicht gewinnen und wurde toller Vize-Weltmeister.

Jasmin Tobias trat im Leichtkontakt bei der U 18 bis 60 kg auf der Matte an. Das Halbfinale konnte sie bei 1 x 2 Minuten Kampfzeit nicht für sich entscheiden. Sie hatte zu lange gebraucht, um die Gegnerin in den Griff zu bekommen. Sie hätte sie aber wohl bei einer weiteren Runde aufgrund ihrer Ausdauer besiegen können. Somit musste sich die Inzellerin mit Bronze zufriedengeben, aber auch das war für sie ein Erfolg.

Der letzte Inzeller Starter war Lukas Basl aus Günzburg im Pointfighting der U 15 bis 65 kg. Auch Basl hatte einen verzwickten Kampf und einfach kein Glück im Halbfinale, er musste ebenfalls mit Bronze zufrieden sein. Nach kurzer Enttäuschung über den verpassten Finaleinzug überwog auch bei ihm die Freude über Edelmetall.

»Wir sind ein starkes und tolles Team mit Perspektiven. Danke an die Familie Kamml und Schlöglmann für die Unterstützung mit den Fahrten an den verschiedenen Tagen«, resümierte Trainer Adi Bernard. Diesmal blieb das Team nicht die ganze Zeit über in Wagrain, da man ja keine weite Fahrt hatte. Somit konnten Kosten gespart werden. »Das war aber schon anders. Normalerweise trifft man sich mit allen auch noch abends und beim Frühstück«, fand Bernard noch ein Wermutstropfen. Der Inzeller Coach dankte den Organisatoren. »Danke für dieses geile Turnier in diesen nicht ganz leichten Zeiten. Es war für uns alle ein unvergessenes Erlebnis.«

hw

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