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Seniorenbeirat: Mehr Wähler aktivieren

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Traunstein. Der Traunsteiner Seniorenbeirat möchte, dass sich an den Kommunalwahlen im März nächsten Jahres mehr ältere Menschen beteiligen. An der letzten Wahl nahmen nämlich nur rund 800 Senioren teil. Deshalb habe er bei der Stadt beantragt, den Wahlberechtigten die Möglichkeit zur Briefwahl zu erleichtern, sagte der Vorsitzende Dieter Reichenau. Bisher mussten die Senioren stets ins Rathaus gehen, um ihre Stimmzettel abgeben zu können. Da dies für viele zu beschwerlich sei, sei auch die Wahlbeteiligung so gering gewesen.


Der Leiter des Amts für öffentliche Ordnung, Manfred Bulka, machte deutlich, dass es nur ein Entweder oder ein Oder geben könne, entweder Urnen- oder Briefwahl, da sonst der Aufwand für die Stadtverwaltung zu hoch sei. Die Stadt würde im zweiten Fall allen Senioren die Briefwahlunterlagen mit der Wahlbenachrichtigung zukommen lassen, die sie dann bis zu einem bestimmten Stichtag entweder im Rathaus abgeben oder mit der Post zurücksenden können. Bei rund 5500 Wahlberechtigten über 60 Jahre kämen auf die Stadt einige Kosten zu. Deshalb standen seine Ausführungen auch unter dem Vorbehalt, dass der Stadtrat dem Antrag zustimmt.

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Da es die letzte Sitzung dieses Jahres war, blickte Reichenau zurück. Die Arbeit der Mitglieder für ältere Menschen in der Stadt sei sehr engagiert gewesen, wenn auch gelegentlich leider ein seniorenfeindliches Verhalten festzustellen gewesen sei. Gemessen an der Zahl der Veranstaltungen sei der Traunsteiner Seniorenbeirat im Vergleich zu anderen in der Region »einfach spitze«.

Als Beispiele nannte er die Standortfrage für den Mehrgenerationenplatz und die Bemühungen um die Einrichtung eines Rufbusses. Frieder Klein meinte dazu, das laufe wegen der vielen Bestimmungen zäh und es sei schwierig, alle unter einen Hut zu bringen. »Es läuft aber positiv weiter«, meinte er. Zunächst wolle man im Stadtkern anfangen, um sich nicht zu übernehmen. Später könne man auch die anderen Stadtteile einbeziehen.

Weiter berichtete Reichenau über den Seniorentag im Sportzentrum Traunstein und den Seniorennachmittag mit Musik, Kaffee und Kuchen in der Klosterkirche. Besucht wurden auch das Altenheim der Caritas sowie das Projekt »Gemma los« des Diakonischen Werks für junge Leute ohne Ausbildungsplatz und ältere Langzeitarbeitslose. Mit den Seniorenbeiräten aus Traunreut und Trostberg fand ein Treffen mit Meinungsaustausch statt.

Schriftführer Siegfried Blach informierte über den Informationsstand des Seniorenbeirats auf der »Truna 2013«, bei denen die Mitglieder gute Gespräche geführt hätten.

Leiterin Jutta Bräutigam stellte die seit 2008 bestehende, sehr aktive Theatergruppe vor, die 2013 bereits bei 20 Aufführungen in Traunstein und Umgebung gespielt hat. Seit 2008 waren es laut Peter Perseis schon 73. Inzwischen haben die sieben Schauspieler neun Stücke wie den »Brandner Kaspar«, den »Freischütz« und einige lustige Sketche im Repertoire. Wie Bräutigam betonte, tritt die Gruppe ohne Gage auf. »Etwaige Spenden werden von uns für wohltätige Zwecke weitergeben«, betonte Bräutigam. Bjr

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