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Der Torjäger ist wieder zurück

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Er nahm diesmal wieder richtig Maß: Sebastian Leitmeier sicherte dem SV Kirchanschöring den Auswärtssieg. (Foto: Butzhammer)

Einen hart erkämpften 1:0-Erfolg feierte der SV Kirchanschöring im Auswärtsspiel der Fußball-Landesliga Südost beim SV Hebertsfelden. Die Partie erinnerte ein wenig an die Auswärtsreise zuvor, als der SV Kirchanschöring bei defensiv spielenden und kämpfenden Gerolfingern knapp den Sieg verpasst hatte – doch diesmal gewann der SVK mit 1:0. Nach den zwei vorherigen Unentschieden gelang endlich wieder ein Dreier, und die »Anschöringer« sind nun neun Spiele in Serie ungeschlagen.


Zudem gab es in insgesamt elf Partien bislang nur sechs Gegentore. Insgesamt war es sogar das siebte Spiel in dem die Gäste keinen Gegentreffer kassierten, die sattelfeste Abwehr um Tormann Lu Hoyer stand abermals gut. Ohnehin stellte sich dem SVK in Niederbayern eher die Aufgabe, den kompakten SVH-Abwehrriegel aus den Angeln zu heben, als defensiv gefordert zu sein.

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Die Hebertsfeldener selbst stecken im Abstiegssumpf, gegen den SVK gab es die vierte Niederlage in Folge. Doch die Schützlinge von Spielertrainer Christian Kagerer (kann derzeit wegen einer Verletzung nicht selbst spielen) zeigten großen Einsatz. Daher taten sich die »Anschöringer« erst einmal schwer, gute Chancen herauszuspielen, weshalb SVK-Spielertrainer Patrick Mölzl nicht ganz zufrieden war mit der Vorstellung seines Teams.

Zweimal hätte es klappen können mit einem Torerfolg. Doch einmal rutschte Christian Heinrich der Ball in der 18. Minute aus guter Position über den Fuß, ehe Stephan Schmidhuber knapp an einer Hereingabe von Yasin Gürcan vorbeirauschte. Es war eine zähe Angelegenheit für die Gäste, die aber im zweiten Durchgang deutlich zulegten.

Dies lag unter anderem an der Einwechslung von Sebastian Leitmeier. Bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn setzte er ein erstes Ausrufezeichen, als »Leiti« von Albert Eder bedient wurde, beim Abschluss aber kein Glück hatte. Trotzdem signalisierte dies deutlich, dass der SVK nun besser in die Partie kam und Druck erzeugte. Mit gutem Fußball schafften es die Gäste immer wieder zum Abschluss zu kommen, doch »Leiti« und »Heini« kamen nach 50 Minuten nicht zum Abschluss gegen die vielbeinige Abwehr, während Gürcan (53.) und Thaddäus Jell (60.) mit ihren Versuchen aus der Distanz das Tor knapp verpassten.

Die »Anschöringer« spielten, die Hebertsfeldener stemmten sich mit aller Kraft dagegen. Nach 72 Minuten gab es übrigens eine zweite Spielpause, als es stark gewitterte und die Partie von Schiedsrichter Tobias Baumann für zehn Minuten unterbrochen wurde. Nach Wiederbeginn warfen die Kontrahenten alles in die Waagschale und in der 83. Minute sahen die 110 Besucher die größte SVH-Chance: Mischa Weißbrodt hatte die Führung auf dem Fuß, schaffte es aber nicht, zum 1:0 zu vollstrecken. Nun legte der SVK nach. Wie gegen Gerolfing vor zwei Wochen war es ein Ringen und Kämpfen bis zum Schluss, diesmal fuhren die Gelb-Schwarzen aber die verdiente Ernte ein. »Und besonders gefreut hat mich, dass es 'Leiti' war, der das Tor gemacht hat, nachdem ich unter der Woche ein langes, gutes Gespräch mit ihm hatte«, berichtete Patrick Mölzl nach der Partie.

Die Freude war übrigens nicht nur bei ihm riesig: Als Leitmeier zwei Minuten vor Schluss aus dem Gewühl im SVH-Strafraum mit einem abgefälschten Schuss in die Maschen traf, brachen alle Dämme, der Torjäger sprintete zur Eckfahne und hinter ihm her ein Rudel in gelb-schwarz. bts