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Doppelter Rücktritt beim Gewerbeverband

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Bisher waren sie beide stellvertretende Vorsitzende. Doch da Bernhard Fox (links) nun ebenfalls zurückgetreten ist, übernimmt Robert Aigner (rechts) allein die Leitung.
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Nach über zwölf Jahren als Vorsitzender des Gewerbeverbandes legte Franz Ober sein Amt nieder. (Fotos: Buthke)

Traunstein. Nur noch kommissarisch geführt wird der Gewerbeverband Traunstein und Umgebung derzeit. Vorsitzender Franz Ober trat aus privaten Gründen von seinem Amt zurück. Dem aber noch nicht genug: Mit Bernhard Fox gab auch einer seiner Stellvertreter seinen Posten auf. Übrig bleibt der Fridolfinger Robert Aigner, der bisher ebenfalls 2. Vorsitzender war und nun die Leitung des Verbandes übernommen hat.


Franz Ober war über zwölf Jahre lang Vorsitzender des Gewerbeverbandes und trug unter anderem zum erfolgreichen Ausbau der Truna und zur Gründung und Weiterentwicklung des Stadtmarketings in Traunstein bei. Bereits in der Sitzung kurz vor Weihnachten informierte er seine Vorstandskollegen über seine Entscheidung.

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»Es waren private Gründe«

Offiziell legte Ober sein Amt rückwirkend zum 30. November nieder. Für eine Stellungnahme war er gestern telefonisch nicht erreichbar. »Es waren private Gründe, die ihn dazu bewogen haben«, erklärte dafür der Fridolfinger Robert Aigner im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Mehr wollte er dazu aber auch nicht sagen.

In einer weiteren Vorstandssitzung am vergangenen Dienstagabend warf nun auch einer der beiden 2. Vorsitzenden, der Traunsteiner Bernhard Fox, seinen Hut in den Ring und trat zurück. »Es waren persönliche Gründe«, erklärte gestern Fox am Telefon. Ihm hätte die Zeit für die Aufgabe des kommissarischen Vorsitzenden gefehlt. Nun wird der Verband allein von dem Fridolfinger Robert Aigner geführt. Die über 250 Mitglieder des Gewerbeverbandes sollen in den nächsten Tagen mit einem Schreiben über die neue Führungssituation informiert werden.

Neuwahlen sollen im Herbst stattfinden

Einen gewählten Nachfolger im Amt des Vorsitzenden wird es erst im Herbst geben. Dann sollen Neuwahlen über die neue Führungsspitze des Verbandes entscheiden. Eines steht aber bereits fest: Aigner will sich mit seinen 62 Jahren nicht um den Vorsitz bewerben. Stattdessen macht er sich mit seinen Vorstandskollegen auf die Suche nach einem passenden, »fleißigen« Nachfolger.

Bis dahin gibt es für Aigner aber viel zu tun, denn die Arbeit des Gewerbeverbandes soll nicht unter dem Wechsel im Vorstand leiden. Neben den Vorbereitungen auf die Truna im September 2015 steht als nächstes Großereignis der Jahresempfang der heimischen Wirtschaft in Bad Adelholzen an. Im vergangenen Jahr sprach dort der frühere Bundespräsident Horst Köhler. Zwar steht ein genauer Termin noch nicht fest, laut Aigner werde man die Veranstaltung aber erst nach den Kommunalwahlen im März abhalten. apo