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SV Kirchanschöring mit schönen Treffern und starker Leistung

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Auf dem Weg zum 2:0 auch von zwei Gegenspielern nicht aufzuhalten: Alois Straßer (Mitte), der hier die beiden Pfarrkirchner Stefan Loher und Valdrin Blakaj versetzt. (Foto: Butzhammer)

Mission erfüllt: Das hat der SV Kirchanschöring am 20. Spieltag der Fußball-Landesliga Südost auf beeindruckende Weise geschafft, als die Gelb-Schwarzen sich gegen den Vierzehnten der Tabelle, TuS Pfarrkirchen, auch in dieser Höhe gerecht mit 4:0 durchsetzten. Aufgrund des Spielausfalls in Hallbergmoos gehen sie nun mit sechs Zählern Vorsprung an der Tabellenspitze in die Winterpause.


Stattliche Kulisse im Stadion des SVK

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Vor einer stattlichen Kulisse von 803 Zuschauern legten die Hausherren einen dominanten Auftritt hin, sodass auch Pfarrkirchens Trainer Alexander Sperl am Ende nur der Glückwunsch blieb: »Wir haben versucht, das Ganze sehr defensiv anzugehen und immer wieder mit Fünferkette hinten zu verteidigen. Dieser Plan wurde dann früh zerstört durch einen tollen Schuss von Schmidhuber – wenn das passiert, ist es gegen die starken Kirchanschöringer natürlich verdammt schwer«, so Sperl.

»Der Mannschaft großen Respekt zollen«

Schwer, das war das Schlagwort für die Erwartungen von Heimseite in Bezug auf die wichtige Partie: »Wir sind von einem ganz unangenehmen Spiel ausgegangen. Da muss man der Mannschaft auf alle Fälle großen Respekt zollen, wir haben von der ersten Minute an Gas gegeben und waren hochkonzentriert über die volle Distanz«, lobte Spielertrainer Patrick Mölzl bei der anschließenden Pressekonferenz.

Er durfte mit sich und der Leistung seiner Schützlinge wahrlich zufrieden sein, denn es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, als der SVK unterstrich, dass keine Zweifel aufkommen sollten. Alois Straßer kam nach dem ersten Angriff aus 17 Metern zum Schuss, verzog aber noch. Über die gesamte Spielzeit kontrollierte Kirchanschöring Ball und Gegner und schaffte es häufig, den Abwehrriegel der Niederbayern aus den Angeln zu heben.

Das erste Mal in der achten Minute, als ein Fehlpass bei Alois Straßer landete. Dessen Pass ließ Christian Heinrich durch für Stephan Schmidhuber, der das Leder fantastisch via Innenpfosten ins lange Eck donnerte. Trotz des schwer zu bespielenden Platzes lief der Ball sehr gut bei den Hausherren, das freute auch den Spielertrainer: »Wir schießen Tore, weil wir Fußball spielen, das ist erfreulich«, so Mölzl. Dabei spielte er vor allem auf das 2:0 (38.) an.

Herrlicher Treffer nach zwei Fehlversuchen

Vor diesem Treffer war Straßer – einmal nach Steilpass von Mölzl (25.), einmal nach Vorlage von Manuel Omelanowsky (26.) – zweimal alleine aufs Gästetor zugesteuert, hatte aber Torhüter Markus Aigner nicht überwunden.

Dann aber sollte es klappen bei Straßer, und zwar mit fußballerischer Feinkost. Patrick Mölzl bediente abermals hervorragend Straßer, der mit einer Ballberührung einen Doppelpass mit Schmidhuber spielte und eiskalt vor Aigner ins lange Eck vollstreckte – ein tolles Tor (38.).

Eine hochverdiente Pausenführung starker Kirchanschöringer, die auch bei den 800 Zuschauern gut ankam. Vor allem weil es in dieser erfreulichen Art und Weise weiterging.

Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, da erreichte der nächste »Sahnepass« von Mölzl den Joker Sebastian Leitmeier. Dieser war nicht nur einen Schritt schneller als sein Gegenspieler, sondern ließ diesen dann auch ins Leere laufen und setzte Christian Heinrich in Szene, der das Leder aus kurzer Distanz neben den Pfosten versenkte (65.).

Bei Pfarrkirchen ging bis auf einzelne Schusschancen nach abgewehrten Bällen oder Standards wenig zusammen, was aber mehr an der Stärke der Hausherren lag. »Ich mache den Jungs keinen Vorwurf, die haben nochmal alles gegeben und haben sich die Pause jetzt auch verdient«, so Sperl über seine moralisch gute Truppe.

Kurioser Treffer durch Christian Heinrich

Trotzdem musste diese noch den vierten Treffer hinnehmen, der kurios zustande kam: Pfarrkirchen »vergaß« Leitmeier bei einer Ecke, dessen Volley am langen Pfosten missglückte.

So kam Thaddäus Jell ans Leder kam und köpfte. TuS-Torwart Aigner irrte umher und lief schon neben den Pfosten, um den Ball zum Abstoß zu holen. Stattdessen klatschte das Leder gegen den Pfosten, wo Christian Heinrich abstaubte und zum Endstand einschoss (70.).

So gab es am Ende für den SVK allen Grund, den Jahresabschluss im Anschluss gebührend zu feiern, und: weiter zu träumen! bts