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Küchenkräuter haben unterschiedliche Bedürfnisse

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Küchenkräuter gehören zu den wichtigsten Gewürzen. Die verschiedenen Kräuterarten haben unterschiedliche Ansprüche: So gibt es die Nährstoffbedürftigen und Sonnenhungrigen.
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Petersilie, Schnittlauch und Thymian gehören zu den wichtigsten Würzkräutern, haben aber unterschiedliche Bedürfnisse. Welche Küchenkräuter man gut zusammen pflanzen kann und wie man sie pflegt, wissen Experten der Bayerischen Gartenakademie und geben hilfreiche Ratschläge.


Küchenkräuter wirken bescheiden, doch einige sind sehr anspruchsvoll. Petersilie, Dill, Basilikum, Schnittlauch, Kresse und Rauke wachsen in lockerer, humusreicher Erde am besten. Sie sollten nie austrocknen und benötigen ausreichend Nährstoffe.

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Im Sommer jede Woche düngen

In Töpfen und Kübeln können diese Kräuter in normale Blumenerde gepflanzt werden. Düngen sollte man die Pflanzen im Sommer jede Woche zum Beispiel mit einem speziellen Kräuterdünger.

Petersilie und Dill brauchen im Garten einen jährlichen Standortwechsel. Nur alle vier bis fünf Jahre sollten sie wieder am gleichen Platz gesät werden. Junge Dillpflanzen reagieren auf zu viel Nährstoffe mit dem Absterben der Wurzeln.

Basilikum braucht viel Wärme. Auch die Nachttemperaturen sollten über einen längeren Zeitraum nicht unter zwölf Grad fallen. Basilikumpflanzen verholzen, deshalb brauchen ältere Basilikumstöcke weniger Wasser als junge.

Kräuter brauchen auch viel Sonne

Diese brauchen viel Sonne, doch beim Auspflanzen ist Vorsicht geboten: Die Sonne ist sehr stark und kann bei den Kräutern zu Verbrennungen führen.

Heiß, sonnig und trocken mögen es Thymian, Oregano und Rosmarin. Je sonniger und wärmer, desto besser entwickelt sich ihr typisch würziges Aroma. Achten sollte man auf Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Einen schweren, tonigen Boden lockert man am besten durch das Einarbeiten von Schotter und Sand.

Winternässe ist für Rosmarin ein großes Problem

Sind die Kräuter ausgepflanzt, reicht als Düngung eine leichte Kompostgabe. Düngen sollte man nicht länger als bis Ende Juli. Mastige Pflanzen überwintern schlecht. Rosmarin ist keine winterharte Pflanze. Temperaturen unter minus fünf Grad können ihm schaden. Allerdings ist die Winternässe für Rosmarin ein noch viel größeres Problem als Frost.

Pfefferminzsorten bieten einzigartige Duft- und Geschmackserlebnis. Die Blätter mit Erdbeer-, Schoko- oder Ananasgeschmack verfeinern erfrischende Drinks und Süßspeisen. Im Garten ausgepflanzt bereiten die Pfefferminzpflanzen allerdings weniger Freude: Durch Ausläufer breiten sie sich unkontrolliert aus. Deswegen sollte man die Minzsorten einzeln in größere Töpfe pflanzen. Als Erde eignet sich normale Blumenerde. Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Pfefferminze braucht viel Wasser an heißen Tagen. Die Winterhärte der Pfefferminzsorten ist sehr unterschiedlich. Einige Pfefferminzsorten erfrieren leicht, andere können sogar im Winter draußen bleiben.

Diesen und viele weitere Artikel mit hilfreichen Tipps unserer Serie »Gartenleben« finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben auf unserer Internetseite.