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Ein glückliches Leben auch ohne eigenen Besitz

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Bruder Ägidius (rechts) mit ehemaligen Ministrantenkollegen. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring – Dass jemand auch ohne Konsumgüter glücklich sein kann, zeigte der aus Kirchstein stammende Kapuzinerbruder Ägidius Schönsmaul bei seinem 25-jährigen Professjubiläum. Damals hat er gelobt, auf Eigentum zu verzichten und unter Ordensbrüdern zu leben.


Schon der Ordensname drückt die Heimatverbundenheit aus: Ägidius, der Name des Patrons der Kirchsteiner Kirche, der dem Kapuzinerbruder vom Orden zugesprochen wurde. Bruder Ägidius ist seit 30 Jahren beim Orden, die ersten fünf als Novize in Laufen und seit der Auflösung dieses Klosters in Altötting. Bevor sich Hans Schönsmaul, wie Bruder Ägidius mit bürgerlichem Namen heißt, für das Klosterleben entschied, war er mehrere Jahre im Schreinerberuf tätig.

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Als »Voll-Kapuziner« sind ihm in Altötting wichtige Arbeiten anvertraut. Er verrichtet Hausmeisterarbeiten, beschäftigt sich mit Gartenpflege, Winterräumdienst und ist vor allem Mesner für die täglich stattfindenden Wallfahrten. Ein Höhepunkt seines Kapuzinerlebens war 2006 der Besuch von Papst Benedikt XVI. in der St.-Konrad-Kirche. Sehr wichtig sei für ihn auch die Verbundenheit im Gebet mit seiner Heimatpfarrgemeinde und seiner Familie.

Im Pfarrsaal des Alten Schulhauses wurde alles für das Ministrantentreffen vorbereitet. Zuvor feierten Pfarrer Alois Holzner und Pfarrer Johann Huber mit der Gemeinde den Festgottesdienst. In seiner Ansprache erzählte Bruder Ägidius von seinem Werdegang und den vielen Tätigkeiten des täglichen Klosterlebens. Immer wieder wurde sichtbar, wie wichtig ihm die Verbindung zu seiner Familie und seiner Heimatgemeinde ist.

Von Bruder Ägidius' ehemaligen Ministrantenkollegen waren fast alle gekommen, um sich mit dem Jubilar zu treffen. Die Meisten haben sich seit ihrer Ministrantenzeit nicht mehr allzu oft gesehen. Eine gute Gelegenheit also, neben den Unterhaltungen mit Bruder Ägidius auch andere alte Bekanntschaften aufzufrischen und sich an die Jugendtage in Kirchstein und Lampoding zu erinnern. So saßen alle noch lange zusammen und erzählten sich alte und neue Geschichten aus ihren Leben.

Die Spenden, die Bruder Ägidius anlässlich seines Jubiläums bekam, werden für die Betreuung der unbegleiteten Jugendlichen verwendet, die im Kapuzinerkloster Altötting aufgenommen worden sind. al