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Dr. Benjamin Bihl feierte seine Primiz

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Dr. Benjamin Bihl segnete die Fahnenbänder der teilnehmenden Vereine. (Foto: Buthke)

Traunstein – Am 25. Juni wurde Dr. Benjamin Bihl in Freising zum Priester geweiht. Am gestrigen Sonntag feierte er seine Primiz mit einem festlichen Gottesdienst unter freiem Himmel im alten Haslacher Pfarrhof. Konzelebranten waren Stadtpfarrer Georg Lindl, Prof. Bertram Stubenrauch aus München, Pfarrvikar Stefan Leitenbacher aus Bad Endorf und Kaplan Andreas Lederer. Die musikalische Umrahmung übernahmen der Chor der Stadtkirche Traunstein, Kirchenmusiker Manfred Müller und die Stadtmusik Traunstein. Nach dem Gottesdienst formierte sich ein Kirchenzug zum Studienseminar St. Michael.


Dr. Bihl studierte von 2007 bis 2012 Theologie an den Universitäten Münster und München. Von 2012 bis 2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bei Prof. Stubenrauch promovierte er mit dem Thema »Die Kirche als Abbild der Dreifaltigkeit«. Im Mai 2015 wurde er in München zum Diakon geweiht. Nach zwei Jahren pastoraler Tätigkeit in der Stadtkirche Traunstein verlässt Dr. Bihl nun in wenigen Wochen Haslach und Traunstein, um eine Pfarrstelle in Bad Tölz anzutreten. Dr. Bihl selbst sprach von einem Tag der Freude für die gesamte Kirche, weil das Bistum jetzt insgesamt acht neue Priester habe. Aber auch für Haslach sei die Primiz ein Anlass zur Freude.

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Dr. Bihl sprach den vielen Helfern, allen voran Ursula Lay, Lotte Namberger und Mesner Martin Thullner, seinen persönlichen und herzlichen Dank für die Vorbereitung des würdigen Festgottesdienstes aus. Ferner hob er die vielfache Mithilfe der Haslacher Ortsvereine hervor.

Die Predigt von Prof. Stubenrauch bezog sich auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dies zeige, wer Gott sei. Er gebe den Menschen seine uneingeschränkte Liebe. Das Gleichnis sage, man solle seinem Nächsten Gutes tun. Aber viel wichtiger als die Moral sei das Geheimnis Gottes, der im Mittelpunkt stehe. Der Samariter sei Gott selbst. Gott habe ein Auge auf seine Geschöpfe. Wir seien stets beschenkt, denn wir seien erlöst. »Gott ist der Vater, auf den wir vertrauen«, so Prof. Stubenrauch. In Jesus Christus spiegle sich Gott und in ihm sei er sichtbar geworden. Jesus Christus handele auch im weitesten Sinne politisch, weil er nicht nur Liebe tue, sondern auch zur Verantwortung aufrufe. Wir Menschen seien Geschöpfe Gottes. Er kenne am besten unsere Abgründe und Dunkelheiten. Trotzdem halte er zu uns, obwohl der Mensch die Summe der guten und bösen Taten sei.

Am Ende segnete Dr. Bihl die Fahnenbänder der Vereine und heftete sie an die Fahnen. Die Gebirgsschützenkompanie Traunstein schoss einen Ehrensalut. Danach stellte sich ein bunter Kirchenzug mit der Stadtmusik Traunstein unter der Leitung von Augustin Spiel an der Spitze zusammen. Die Ortsvereine und Mitglieder der Stadtkirche Traunstein zogen gemeinsam zum Studienseminar St. Michael. Bjr

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