Weihnachtsaktion von Vergissmeinnicht Chiemgau: Wunschbäume an acht Standorten

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Traunstein – Sterne kaufen und damit Gutes tun: Möglich ist das wieder bei der Weihnachtsaktion des gemeinnützigen Vereins Vergissmeinnicht Chiemgau. In Zusammenarbeit mit mehreren Firmen werden bzw. wurden in Traunstein und Chieming sogenannte Wunschbäume aufgestellt. An ihnen hängen Wunschsterne, mit deren Kauf man Bedürftige unterstützt. Einer dieser Bäume steht im Eingangsbereich des Verlagshauses des Traunsteiner Tagblatts an der Marienstraße.


Der Verein Vergissmeinnicht Chiemgau ist eine Initiative des Hofbräuhauses Traunstein. Es ist bereits die neunte weihnachtliche Wunschbaumaktion des Vereins, der dabei von seinen Partnern unterstützt wird. Jeder Baum ist geschmückt mit liebevoll gebastelten Sternen von städtischen Kindergarten am Klosterberg und dem Kindergarten St. Oswald, aber auch von vielen Eltern und freiwilligen Helfern. Auf jedem Stern steht ein sehnlicher und dringend benötigter Wunsch von Kranken, Armen und Bedürftigen aus der Region. Die Liste reicht von warmer Kleidung, Medikamenten und Therapiehilfen bis hin zu Gutscheinen für das Essen am Heiligen Abend. Wichtiges, das sonst einfach nicht erschwinglich wäre. Wer einen solchen Stern kauft, weiß also genau, was mit seiner Spende geschieht.

Vergissmeinnicht Chiemgau gibt 100 Prozent der Spenden weiter. Dazu kommen aber auch Dinge, die einfach nur Freude bereiten sollen, wie Spielsachen oder ein Instrument. Denn das ist genauso wichtig wie finanzielle Hilfe.

Wer einen Wunschstern kauft, kann diesen selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Es ist aber auch möglich, ihn erneut an den Wunschbaum zu hängen, damit er nochmals verkauft werden kann und sich dementsprechend die Spendensumme erhöht. Darüber hinaus ist es natürlich auch möglich, Spenden direkt auf das Spendenkonto des Vereins Vergissmeinnicht Chiemgau bei der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg (IBAN: DE37 7105 2050 0000 0036 99) zu überweisen.

Die Wunschbäume stehen heuer in Traunstein im Eingangsbereich des Verlagshauses des Traunsteiner Tagblatts an der Marienstraße, in der Bahnhofsbuchhandlung Krähling, bei der Firma Gössl am Stadtplatz, im Hofbräuhaus an der Hofgasse und im Hofbräuhaus-Bräustüberl am Stadtplatz, im Haus der Schönheit an der Klosterstraße sowie beim Sailer-Keller an der Herzog-Wilhelm-Straße. Außerdem steht ein Wunschbaum in der Sailer-Kapelle am Venusberg in Chieming.

Verein kümmert sich um Bedürftige in der Region

Der Verein Vergissmeinnicht Chiemgau wurde 2013 vom Hofbräuhaus Traunstein gegründet. Er unterstützt gezielt arme, kranke und notleidende Menschen in der Region. Da ist zum Beispiel eine krebskranke Frau mit zwei Kindern, arbeitsunfähig, immer wieder im Krankenhaus. Der Verdienst ihres Mannes reicht nicht aus. Es geht tatsächlich um Holz für den Winter. Die Sorge, dass alle zu Hause frieren und sie ist nicht da. Vergissmeinnicht Chiemgau kam dafür auf.

Oder das kleine Mädchen, dessen Eltern psychisch so angeschlagen sind, dass es immer im Heim leben muss. Auch in den Ferien und an Weihnachten. Keine schöne Kindheit. Das Zeltlager, das Vergissmeinnicht Chiemgau finanzierte, bedeutete zumindest unbeschwerte Fröhlichkeit und Gemeinschaft für ein paar Wochen.

Denn es geht auch darum, Wünsche zu erfüllen, die Freude bereiten. So will der Verein erreichen, dass Menschen in einer Notlage wieder neuen Mut fassen und das Gefühl vermittelt bekommen, nicht allein zu sein.

»Die letzten Monate haben uns und der ganzen Welt besonders eindrücklich vor Augen gehalten, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Am besten und wirkungsvollsten gelingt das meist in unserer eigenen Stadt, in unserer Nachbarschaft. Genau darum haben wir Vergissmeinnicht Chiemgau e.V. gegründet – um die Menschen in unserer Region zu unterstützen, wenn's d'rauf ankommt«, erklärt Bräu Maximilian Sailer.

Seit Gründung des Vereins in 2013 wurden stolze 425 000 Euro Spendengelder von Vergissmeinnicht Chiemgau verteilt. Der Verein garantiert, dass 100 Prozent aller Spenden ankommen, die gesamte Organisation und Abwicklung wird ehrenamtlich vom Vorstand – bestehend aus Birgit Sailer, Christa Sailer und Friedrike Seibold – mit Unterstützung der Mitarbeiter des Hofbräuhauses geleistet.

Über die Jahre ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sozialhelfern, Betreuern, unterschiedlichsten Einrichtungen und zu den Bürgerhilfsstellen von Stadt und Landkreis entstanden. Jeder Fall wird genau geprüft, es werden keine Barbeträge ausbezahlt.

m/fb

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