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Ende des Jahres beginnt Bewerbungsverfahren für Baugebiet in Traunstorf

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Traunstein: Ende 2019 beginnt Bewerbungsverfahren für Baugebiet in Traunstorf
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Ab Ende des Jahres können sich 26 Familien um günstiges Bauland im sogenannten Ansiedelungsmodell in Traunstorf bewerben. So oder so ähnlich könnte die Parzellenaufteilung aussehen. 60 Prozent der Baufläche verkauft die Stadt, 40 Prozent werden von privat verkauft. (Plan: Planungsgruppe Strasser)

Traunstein – Ende des Jahres soll es endlich losgehen: 26 Familien können sich dann um ein Grundstück in Traunstorf im sogenannten Ansiedelungsmodell bewerben.


Der Basiswert liege derzeit bei 500 Euro pro erschlossenem Quadratmeter, informierte Kämmerer Reinhold Dendorfer im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Je nach Einkommen und Anzahl der Kinder sei aber eine Förderung bis zu 50 Prozent möglich – also Bauland für 250 Euro pro Quadratmeter.

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Ernst Harrecker (CSU) wünschte sich in der jüngsten Stadtratssitzung, dass der bestehende Feldweg entlang des späteren Baugebiets auf 3,50 Meter verbreitert werde, weil die landwirtschaftlichen Fahrzeuge immer breiter würden. »Nicht, dass einer im Zaun hängen bleibt.«

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte, dass der Weg derzeit nur 2,50 Meter breit sei. Man habe ihn also bereits 50 Zentimeter breiter eingeplant.

Verbreiterung mit »gewissem Aufwand«

Kämmerer Reinhold Dendorfer gab zu bedenken, dass eine weitere Verbreiterung auf 3,50 Meter selbstverständlich möglich sei, »aber es ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, denn die Pläne stehen«.

Dr. Christian Hümmer (CSU) wollte wissen, wann mit der Bewerbungsphase gestartet werden könne. Dazu informierte Dendorfer, dass es voraussichtlich Ende des Jahres soweit sei. »Wir sind endlich auf der Zielgeraden«, betonte er.

Denn eigentlich hätte das Bewerbungsverfahren bereits vor zwei Jahren starten sollen. Doch wegen erheblicher Probleme mit dem Oberflächenwasser war es wiederholt zu Verzögerungen gekommen.

Letztlich verabschiedete der Traunsteiner Stadtrat einhellig die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Ausweisung eines Allgemeinen Wohngebiets nordöstlich von Traunstorf unter Berücksichtigung der Einwände und Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung.

Außerdem soll laut Stadtratsbeschluss versucht werden, den Feldweg 3,50 Meter breit zu machen – gegebenenfalls durch den Kauf landwirtschaftlicher Flächen auf der Ostseite des Geländes.

Einkommensgrenze bei 90.000 Euro im Jahr

Um ein Grundstück im Ansiedelungsmodell bewerben können sich die Familien, deren Einkommen 90.000 Euro im Jahr (zuzüglich 7000 Euro Kinderfreibetrag)   nicht überschreitet.

Außerdem dürfen die Antragsteller keine Wohnung oder ein zu Wohnzwecken geeignetes Grundstück haben. Das Vermögen der Bewerber darf den Grundstückswert der im Ansiedelungsmodell veräußerten Fläche nicht überschreiten – höchstens aber 200.000 Euro betragen.

Familien mit den meisten Punkten sind am Zug

Wer diese Hürde genommen hat, der wird in einem nächsten Schritt »bepunktet«. Hier ein Beispiel, wie es aussehen könnte: Eine Familie mit einem Kind bekommt zum Beispiel 20 Punkte, eine Familie mit zwei Kindern 40 Punkte und eine Familie mit drei Kindern 60 Punkte. Paare bis 50.000 Euro Einkommen im Jahr bekommen 50 Punkte, wer 90.000 Euro im Jahr verdient, der bekommt nur zehn Punkte. Am Ende kommen die Familien zum Zug, die am meisten Punkte haben.

60 Prozent der erschlossenen Fläche in Traunstorf werden von der Stadt Traunstein im sogenannten Ansiedelungsmodell verkauft, 40 Prozent von privater Seite. KR