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Saisonausklang beim TSV Nördlingen

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Albert Deiter führt die interne Torschützenliste des SV Kirchanschöring an und könnte mit weiteren Treffern in Nördlingen mit dafür sorgen, dass der SVK am Ende auf dem 7. Rang landet. (Foto: Butzhammer)

Von Platz sieben bis Rang zwölf im Abschluss-Klassement ist alles möglich für die Bayernliga-Kicker des SV Kirchanschöring: Gewinnen sie zum Saisonfinale beim TSV Nördlingen (Anstoß im Rieser Sportpark ist morgen, Samstag, bereits um 13.15 Uhr), klettern sie vom aktuellen 9. Platz zumindest auf Rang acht und vielleicht sogar auf Position sieben – falls der TSV Kottern sein Heimspiel gegen Schwaben Augsburg nicht gewinnt.


Verlieren die »Anschöringer« dagegen beim Heimatverein von »Bomber« Gerd Müller, dann müssen sie damit rechnen, im ungünstigsten Fall noch auf Platz zwölf durchgereicht zu werden. Denn mit dem TSV 1860 München II, TSV Schwabmünchen und TSV Schwaben Augsburg liegen gleich drei Teams nur einen Zähler hinter der Michael-Kostner-Truppe – also quasi in Lauerstellung.

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Es lohnt sich in jedem Fall für die Kirchanschöringer, trotz der Reisestrapazen noch einmal alles rauszuhauen und den Versuch zu starten, im Duell mit dem Tabellen-Vordermann die momentane Negativserie zu stoppen und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu gehen – aus den vergangenen vier sieglosen Begegnungen holten sie nur einen mickrigen Zähler.

Im Hinspiel mussten sich die Kirchanschöringer mit einem 1:1-Remis begnügen. Vor 403 Zuschauern im Stadion an der Laufener Straße hatte Manuel Jung den SVK per Strafstoß früh in Führung gebracht (5.), ehe Philipp Buser in der 23. Minute für den Ausgleich sorgte.

In der internen Torschützenliste liegt bei den Kostner-Schützlingen Albert Deiter mit zwölf Toren klar in Führung – und wird diese auch nicht mehr abgeben. Seine Verpflichtung – er kam im Sommer 2018 vom ESV Freilassing – war ein absoluter Glücksgriff, zumal er als früherer Leobendorfer und Hammerauer auch alle »regionalen Aspekte« erfüllt. Zweiter in der teaminternen Torschützenliste ist Max Streibl (sechs Einschüsse), doch auch die jeweils fünf Treffer von Tobias Schild und Manuel Jung können sich sehen lassen.

Deiter bringt es übrigens auch auf die meisten Punktspieleinsätze (30) in der zu Ende gehenden Saison 2018/19. Ihm kommen Schild (29), Kapitän Albert Eder (28), Jung (27) und Yasin Gürcan (26) am nächsten. Zu den positiven Überraschungen in diesen Statistiken gehört sicher auch Anton Peter, Neuzugang vom SV-DJK Kolbermoor, der es auf stolze 21 Einsätze und drei Tore bringt.

Blickt man auf die Teiltabellen der Liga, so sticht auf alle Fälle Rang vier im Rückrunden-Klassement heraus. Dagegen hat sich der SVK als aktueller Vorletzter der Fairnesstabelle nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mit 84  Gelben, drei Gelb-Roten und vier Roten Karten ist der SVK in dieser Wertung Vorletzter – nur der FC Ismaning (98/2/3) liegt dahinter. Als fairste Mannschaft hat sich in dieser Wertung Meister SV Türkgücü-Ataspor herauskristallisiert – kein Wunder, sind die hochkarätigen Spieler des künftigen Regionalligisten doch Woche für Woche die Gejagten auf dem Feld und müssen selbst deutlich weniger austeilen.

Der SV Kirchanschöring hat morgen sogar die Chance, die beste Bayernliga-Platzierung des Vereins (Rang sieben in der Saison 2015/16) zu wiederholen. cs