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Nur die Profiteams waren schneller

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Sie durften sich über eine gelungene Tour freuen (von links): Robert Wittmann, die Physiotherapeutinnen Ursi Stöckl (Kirchanschöring) Magdalena Feil (Ruhpolding) und Andreas Huber.

Mit einer starken Leistung wartete das heimische Bergradl-Team Ruhpolding/RSC Kempten bei der Rad-Etappenfahrt Craft Bike Transalp auf. Der Ruhpoldinger Andreas Huber und sein Teamkollege Robert Wittmann holten sich in der Gesamtwertung den 16. Gesamtplatz. »Wir sind sehr zufrieden, schließlich sind die Mannschaften, die vor uns liegen, allesamt Profiteams«, zeigte sich Huber begeistert.


Das Rennen hatte über sieben Etappen von Ruhpolding nach Riva del Garda geführt. Gut 611 Kilometer und 19 000 Höhenmeter hatten die Bergradler auf dem Weg zum Gardasee hinter sich gebracht. Den Sieg holten sich dabei – mit einem fünften Platz auf der Abschlussetappe von Levico Terme nach Riva del Garda (74,75 km, 2555 Hm) – Markus Kaufmann und Jochen Käß.

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»K&K-Duo« schafft den ersten Hattrick

Damit schaffte das »K&K-Duo« als erstes Team in der Geschichte den Transalp-Titelhattrick. Die beiden Centurion-Vaude-Fahrer saßen für ihren dritten Sieg in Folge insgesamt 25:58:31,5 Stunden im Sattel. Zweite mit 56:57 Minuten Rückstand wurden Karl Platt/Urs Huber (Deutschland/Schweiz), die die Auftaktetappe von Ruhpolding nach Saalfelden gewonnen hatten. Gesamtdritte wurden Marathon-Weltmeister Alban Lakata (Österreich) und Kristian Hynek (Tschechien) von Topeak Ergon Racing I.

Bei den Damen unterstrichen Sally Bigham (Großbritannien) und Christina Kollmann (Österreich) von Topeak Ergon Racing ihre Ausnahmestellung mit dem siebten Etappensieg (4:25:02,0). Den Titel fuhr das beste Frauenduo der 18. Transalp-Auflage mit einer Gesamtzeit von 32:01:09,0 Stunden ein.

Andreas Huber/Robert Wittmann waren insgesamt 30:12:53,2 Stunden unterwegs. »Wir haben uns die Kräfte gut eingeteilt«, freute sich Huber nach der siebentägigen Herausforderung, »wenn einer mal etwas geschwächelt hat, konnte der andere ihn auch mal ein bisschen ziehen.« Von der reizvollen Landschaft habe man im Wettkampf zwar »schon die Höhepunkte gesehen, sonst aber eher wenig mitbekommen.«

Denn die Sportler hatten genug damit zu tun, ihren Wettbewerb gut zu bestreiten. Nach Rang 25 auf der Auftaktetappe (101,8 km/2260 Höhenmeter) folgte beim zweiten Durchgang (Saalfelden bis Mittersill/64,3 km/2405 Hm) der 19. Etappenplatz. Auf der Königsetappe von Mittersill nach Sillian (118,3 km/3577 Hm) war sogar ein hochalpiner Wanderweg per Rad zu bewältigen, »das haben einige Teams nicht überstanden«, berichtet der Ruhpoldinger.

22. Etappenplatz trotz des Defektpechs

Dagegen glänzten hier Huber/Wittman mit dem 14. Rang. Von Sillian nach Alleghe (89,9 km/2538 Hm) ereilte das Duo bei der Abfahrt nach Alleghe das Defektpech. Fast gleichzeitig hatten beide Radler einen Platten. Dennoch gab es hier den 22. Rang in der Tageswertung.

Es folgte auf der fünften Etappe (Alleghe bis San Martino (73,3 km/3137 Hm) der 19. und von San Martino nach Levico Terme (88,8 km/2530 Hm) sogar der 14. Platz.

Perfekt betreut wurde das Duo von den angehenden Physiotherapeutinnen Magdalena Feil (Ruhpolding) und Ursi Stöckl (Kirchanschöring). Diese fuhren das Begleitfahrzeug, standen an den geeigneten Punkten an der Strecke mit Verpflegung parat und sorgten auch für die physiotherapeutische Betreuung.

Nach der siebentägigen sportlichen Herausforderung wolle man eigentlich »erst einmal zwei Wochen Kraft tanken«, so Huber. Doch ganz werde das nicht klappen, denn am kommenden Samstag (ab 15 Uhr) ist Huber bereits wieder im Einsatz: da findet in seinem Heimatort die Mountainbike-Hipp-Trophy statt. who