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Mit den Chiemgau Oldies ist noch zu rechnen

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Die Chiemgau Oldies machen auch im reifen Alter noch eine gute Figur auf dem Eis. Am heutigen Samstag feiern sie ihr 30-jähriges Bestehen mit einem internationalen Turnier in der Max-Aicher-Arena. (Foto: Chiemgau Oldies)

Als Karl Parzinger 1988 die Chiemgau Oldies als Auffanglager für ehemalige Eishockeyspieler des DEC Inzell Frillensee gründete, glaubte wohl keiner so recht, dass es die »älteren Herren« in dieser Sportart so lange aushalten würden. Die ehemaligen Inzeller Oberligaspieler bekamen bald Zuwachs aus Traunstein, Trostberg, Bernau und Bad Reichenhall, sodass sich schon zu Anfang der neunziger Jahre ein fester Kader gebildet hatte.


Nun feiern die Oldies am heutigen Samstag ihr 30-jähriges Bestehen. Sie tun dies standesgemäß: In der Max-Aicher-Arena in Inzell findet ab 14.30 Uhr ein internationales Turnier mit drei befreundeten Mannschaften aus Kanada statt.

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Auch nach ihrer aktiven Laufbahn wollten diese Spieler dem Eishockey treu bleiben. Viele kannten sich bereits aus Jugendtagen, als sie gemeinsam oder als Gegenspieler die Eishockeyszene der Region aufgemischt hatten.

Aber auch auswärts waren sie keine Unbekannten: Die Inzeller wurden bereits 1975 Deutscher Regionalligameister in Bremerhaven. So ist es kein Wunder, dass sie ihre zweite Karriere als »Oldies« mit ebenso viel Elan, Teamgeist und Trainingsdisziplin anpackten. Sie dominierten die ebenfalls neu gegründete Chiemgauer Hobbyrunde und wurden 1990/91 Deutscher Meister der Hobbymannschaften in Villingen-Schwenningen. Zahlreiche Kontakte zu anderen AH-Mannschaften in Deutschland und dem Alpenraum entstanden in dieser Zeit, sodass sie ihr zehnjähriges Bestehen mit einem internationalen Turnier in Inzell feierten.

Von 2001 bis 2010 spielten die Chiemgau Oldies in der »Oldie Alpenliga« mit Teams aus Salzburg, Zell am See, Villach und Linz. Hier trafen sie auf ehemalige österreichische Nationalspieler – mitunter harte Gegner auf dem Eis, obwohl nach internationalen AH-Regeln ohne Bodycheck und Schlagschuss gespielt wird.

Doch die Inzeller nehmen es gerne auch mit ganz anderen Gegnern auf. Seit 1996 starten sie regelmäßig bei der »Austrian Ice Hockey Classic« in Zell am See, wo sie unter anderem auf hochklassige kanadische, amerikanische und finnische AH-Mannschaften treffen. Vor allem zu den Kanadiern entstanden enge Freundschaften, die auch abseits der Eishalle gepflegt werden. Zwei Mal, 2003 und 2006, reisten die Chiemgau Oldies als Mannschaft nach Kanada, um im Mutterland ihres Sports auf dem Eis zu stehen.

Nicht nur die außerordentlich guten Trainingsbedingungen in Inzell und Ruhpolding haben die Chiemgau Oldies zu dieser eingeschworenen Einheit geformt. Auch gemeinsame sommerliche Aktivitäten wie Floßfahrten, Berg- und Radtouren ließen das Team zusammenwachsen.

Für ihren Verein sind die Oldies außerdem als ehrenamtliche Helfer bei den Inzeller Eisschnelllauf-Wettkämpfen im Einsatz. »Die Chiemgau Oldies sind ein fester Bestandteil im Verein. Sie zeichnen sich unabhängig von ihrem Alter von 50, 60, 70 und mehr Jahren immer noch durch Sportsgeist, Zuverlässigkeit und echte Kameradschaft aus«, so Hubert Graf, Vorsitzender des DEC Inzell Frillensee.

Auch wenn es heute etwas ruhiger um die Chiemgau Oldies geworden ist und die meisten Spieler der Anfangszeit sich nun tatsächlich in den Eishockey-Ruhestand begeben haben, feiern sie nun am heutigen Samstag ihr 30-jähriges Bestehen. Ein paar Tage später starten sie mit einer erneuten Teilnahme in Zell am See in ihre 31. Eishockey-Saison als Altherrenmannschaft. fb

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