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Kirchanschöring kämpft sich an die Spitze

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Er trug diesmal mit einem herrlichen Freistoßtreffer zum Sieg seiner Mannschaft bei: Kirchanschörings Spielertrainer Patrick Mölzl (vorn). (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker - Janietz (70. Willinger), Eder, Söll, Gürcan, Jung (88. Schild), Mölzl, Jell, Omelanowsky (70. Vogl) Heinrich, Leitmeier.


Tore: 1:0 (9.) Mölzl, 1:1 (25.) Hallmen, 2:1 (45.) Heinrich, 3:1 (49.) Leitmeier, 4:1 (57.) Kubicek.

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Schiedsrichter: Linsmeier.

Zuschauer: 650.

Ein hartes Stück Arbeit musste der SV Kirchanschöring in der Fußball-Landesliga Südost gegen den FC Gerolfing verrichten, um am Ende einen wichtigen 3:2-Sieg bejubeln zu dürfen. Obwohl Spielertrainer Patrick Mölzl bei der Pressekonferenz bekannte, »alles in allem war das nicht das Kirchanschöring, wie ich es mir vorstelle«, hätte es an diesem Wochenende nicht besser laufen können, denn nach der Niederlage des VfB Hallbergmoos und dem eigenen Sieg steht der SVK nun mit zwei Zählern Vorsprung an der Ligaspitze – und das bei einem Spiel weniger auf dem Buckel.

Damit es zu dieser Konstellation kommen konnte, musste aber erst die vermeintliche Pflichtaufgabe gegen den Drittletzten aus Gerolfing erledigt werden. Bei hervorragenden Platzverhältnissen starteten die »Anschöringer« auch gleich nach Maß. Nach neun Minuten sprach der Unparteiische den Hausherren einen Freistoß aus rund 25 Metern aus halbrechter Position zu. Spielertrainer Patrick Mölzl legte sich das Leder zurecht und schlenzte es wunderbar mit Zug ins lange Torwarteck – 1:0.

Ein Topstart, gegen sehr unangenehme Gerolfinger, die sehr tief standen und letztendlich ein 1-5-4-1 System aufboten. Logischerweise mit mehr Ballbesitz ausgestattet, tat sich bis zu 25 Minuten nichts Nennenswertes für die etwa 650 Zuschauer im Stadion an der Laufener Straße.

Dann sorgten aber die Gäste plötzlich für Aufsehen, im speziellen Philipp Hallmen, der fackelte nämlich nicht lange, als ihm der Ball rund 18 Meter vor dem Anschöringer Kasten vor die Füße fiel und versenkte diesen mit einem satten Schuss ins kurze Kreuzeck – ein tolles Tor. So stand es auf einmal 1:1.

Daher mussten die Hausherren wieder von vorne damit beginnen, die Gerolfinger auszuspielen. Und wenn dies nicht klappt, kann sich der SVK momentan auf seine individuellen Qualitäten verlassen, zum Beispiel die eines Christian Heinrich, der sich unmittelbar vor dem Pausenpfiff ein Herz fasste und dafür belohnt wurde – 2:1-Pausenführung.

Noch besser kam es für die Gelb-Schwarzen fünf Minuten nach Wiederbeginn: Sebastian Leitmeier, der mal wieder von Beginn an ran durfte, profitierte von einer guten Aktion von Manuel Jung, der mit Tempo nach innen zog und nur schwer vom Gästetorhüter und einem Verteidiger gestoppt werden konnte. Die Folge: Der Ball fiel »Leiti« vor die Füße, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 3:1 unter die Latte vollstreckte.

Die eigentlich so auf Verteidigung bedachten Gäste kamen aber wieder zurück, Andrej Kubicek hielt nach einem abgewehrten Ball drauf und überraschte damit nicht nur SVK-Torhüter Dennis Kracker sondern auch die rund 650 Zuseher. So wurde es am Ende nochmal spannend, obwohl der Sieg für die Gelb-Schwarzen allemal in Ordnung ging und dieser dann noch höher hätte ausfallen können. Max Vogl und Sebastian Leitmeier trafen bei Kontern aber jeweils nur Aluminium, als der FC alles nach vorne warf. »Wir müssen unsere Punkte woanders holen, nicht in Kirchanschöring«, so am Ende der geschlagene Gästetrainer Michael Olah. bts