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Zunächst wird der Altbau der Schule saniert

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Im Altbau der Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen stehen dringende Sanierungen im Keller und auf dem Dachboden an. Diese Arbeiten müssen zeitnah erledigt werden. Die geplanten Arbeiten im Bauteil B werden deshalb verschoben. (Foto: Rasch)

Traunreut – Im Zuge der Sanierung der Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen hatte der Stadtrat 2017 beschlossen, für den sogenannten Bauteil B im laufenden Haushalt sowie im kommenden Haushalt jeweils 130 000 Euro zu veranschlagen. Der Beschluss, für die geplante Sanierung im nächsten Jahr die Gelder bereitzustellen, wurde jetzt im Rahmen der Haushaltsberatungen aufgehoben. Denn zunächst soll der Altbau komplett saniert werden.


Nach Angaben des städtischen Bauamts sei es vordringlich, im Altbau Keller und Dachboden zu sanieren. Durch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Kellerboden seien bereits Wände und Decke des Kellers erheblich geschädigt. Die Empfehlung des Bauamts, für die dringenden Maßnahmen baldmöglichst ein Fachbüro einzuschalten und ein Sanierungskonzept für Innen- und Außenbereich erstellen zu lassen, wurde einstimmig genehmigt.

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Nach Fertigstellung des Altbaus wird Teil B saniert

Die Kosten für das Konzept belaufen sich auf 23 000 Euro und sollen im kommenden Haushalt eingestellt werden. Die Mittel für die einzelnen Projekte sollen im Nachtragshaushalt veranschlagt werden. Für die dringenden Arbeiten in den Räumen und im Dachboden des Altbaus werden im laufenden Haushalt rund 46 000 Euro eingestellt. Nach der Fertigstellung der Altbau-Sanierung soll dann der Bauteil B in Angriff genommen werden.

»Wir sind eine moderne Stadt und deshalb sollten wir auch mit der Zeit gehen.« Vor dem Hintergrund einer technisch rasanten Entwicklung regte Konrad Unterstein (FW) an, einer Erneuerung der Telefonanlage im Rathaus zuzustimmen. Die Neuanschaffung, für die im Haushalt 125 000 Euro eingestellt werden sollen, wurde letztlich auch einstimmig abgesegnet.

Die EDV-Abteilung des Rathauses hatte dem Hauptausschuss empfohlen, die Telefonanlage einschließlich Netzwerkinfrastruktur dringend zu erneuern. Dadurch könnten der neueste Standard der sogenannten IP-Telefonie und auch die notwendige Zahl an Anschlüssen erreicht und gleichzeitig die Datenverarbeitung wesentlich verbessert werden. Ein externer Fachmann habe auch festgestellt, dass EDV- und Telefonanlage des k1, das mit einer Glasfaserleitung mit dem Rathaus verbunden sei, mit einbezogen werden müsse. Eine neue Anlage einschließlich der erforderlichen zirka 115 Telefongeräte sowie der Einbindung in ein verbessertes EDV-Netz werde mit einem Kostenaufwand von zirka 125 000 Euro gerechnet.

Stadt beteiligt sich an Elektroladesäule

Grundsätzlich einig war sich das Gremium, sich als Stadt am Verbundvorhaben »BSH-plus« im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements mit der BSH Hausgeräte GmbH und der Regionalbus Ostbayern GmbH zu beteiligen. Bei diesem geförderten Projekt wäre vorgesehen, dass sich die Stadt am Bau einer Schnellladesäule für Elektroautos beteilige. Die Säule, die von der Stadt finanziert werden müsste und auch gefördert würde, müsste aber in der Nähe des Haupttores der BSH errichtet werden.

Der Vorschlag des Bayernwerks, die Säule nahe dem Jugendzentrum zu positionieren, wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Gegner befürchten, dass besonders die Mitarbeiter der BSH die Schnellladesäule nutzen würden, wodurch möglicherweise die »Tankstelle« den ganzen Tag von ein und demselben Auto blockiert wäre. Weitere Standortvorschläge, wie beispielsweise am neu geplanten Friedhofsparkplatz an der Werner-von-Siemens-Straße in Traunreut, würden aufgrund der Entfernung dem Projekt nicht gerecht.

Das zweite Projekt, die Erweiterung der Citybus-Linie um zwei Fahrten pro Tag zum Werk der BSH, wurde einstimmig mitgetragen. Mit diesem Angebot soll der Individualverkehr der BSH-Mitarbeiter verringert werden. Die zusätzlichen Kosten des Citybusses für die Erweiterung werden auf jährlich 55 000 Euro geschätzt. Die Förderung mit 80 Prozent der Kosten wäre auf zwei Jahre ausgelegt. Das würde bedeuten, dass im Falle unzureichender Fahrgastzahlen das Projekt nach zwei Jahren wieder beendet werden könnte.

Geld für Straßenbau eingeplant

Genehmigt wurden auch Mittel für geplante Straßenbauarbeiten. 235 000 Euro werden im kommenden Haushalt für die Erneuerung der Hoferstraße gestellt, 100 000 Euro für die Instandsetzung der Martin-Luther-Straße und 30 000 Euro für die Instandsetzung der Breslauer Straße. Für die Hangsicherung an der Mühlenstraße in Traunwalchen werden 55 000 Euro eingestellt. In 2020 werden insgesamt 500 000 Euro für die Instandsetzungen der Waldkraiburger- und Neutraublinger Straße sowie der Geretsrieder- und Burghausener Straße bereitgestellt.

2021 ist ein weiterer Betrag von 170 000 Euro für den Ausbau der Breslauer Straße vorgesehen. Mit rund 35 000 Euro unterstützt die Stadt auch in voller Höhe die Anschaffung einer Spielkombination für den Garten des katholischen Kinderhorts in Traunreut. ga