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Wahre Begeisterungsstürme für den »Brandner Kasper«

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Beisitzerin Annemarie Biller (von links), der stellvertretende Vorsitzende Stefan Knuppertz, Rebecca Miller als Vertreterin der Jugend, Kassenwart Ingrid Christoph, Vorsitzende Manuela Keil, Schriftführerin Elvira Stückl und Beisitzerin Sabine Drubba gehören dem Vorstand des Theatervereins Grabenstätt an. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Ein Rückblick auf ein sehr ereignisreiches Bühnenjahr und die turnusmäßigen Neuwahlen prägten die Hauptversammlung des Theatervereins Grabenstätt im Gasthaus Zur Post. Manuela Keil bleibt Vorsitzende des Theatervereins und geht damit bereits in ihre fünfte Amtsperiode.


Stephan Knuppertz ist Zweiter Vorsitzender

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Ihr bisheriger Stellvertreter Christoph Urian gab sein Amt aus Zeitgründen ab. Seinen Posten besetzt nun Stephan Knuppertz. Urian bleibt dem Verein aber als Theaterspieler erhalten. In den Ruhestand verabschiedete sich Matthias Lapper, der die Kasse seit 1997 verwaltete. In seine Fußstapfen tritt Ingrid Christoph. Elvira Stückl bleibt Schriftführerin. Eine Änderung gab es auch bei den Beisitzern. Während Annemarie Biller wiedergewählt wurde, gab Sebastian Brandl sein Amt ab, um sich ganz der Regiearbeit beim Vereinsnachwuchs zu widmen. Seinen Platz in der Vorstandschaft nimmt Sabine Drubba ein. Die Jugend wird von Rebecca Miller vertreten. Wolfgang Riederer und Michael Hartl sind für die Kassenprüfung zuständig.

Keil blickte auf ein »sehr erfolgreiches und arbeitsintensives Bühnenjahr« zurück und fasste die wichtigsten Aktivitäten des Theatervereins zusammen. Das herausragende Ereignis sei im Sommer die Großproduktion des »Brandner Kaspar« gewesen. Bereits im Januar 2012 habe man mit den Proben zur Freilichtveranstaltung begonnen. Über 40 Leute, darunter die Grabenstätter Musikanten und Trachtler, seien an der aufwendigen Inszenierung beteiligt gewesen, sagte Keil. Unter der Leitung von Regisseur Klaus Bierdimpfl rief man beim Publikum wahre Begeisterungsstürme hervor. Besonderes Lob zollten die Besucher den Protagonisten Wolfgang Riederer (Brandner), Christoph Urian (Boandlkramer) und Anna Pfeilstetter (Marei), die ihr Debüt auf großer Bühne mit Bravour meisterte. Leider hätten dicke Regenwolken das Spiel um den »Grasober« mehrmals verhindert, bedauerte Keil. Trotzdem könne der Verein mit der Besucherzahl zufrieden und sehr stolz auf die eigene Leistung sein. Man habe der Vereinschronik »einen weiteren Glanzpunkt« hinzugefügt, resümierte Keil.

Mit dem Kinderkrimi »Der mysteriöse Fund«, mit dem der Nachwuchs im April seine Bühnenpremiere vor Publikum feierte, sei dem Verein »ein weiterer großer Wurf gelungen«, freute sich Keil. Mit Feuereifer hätten die jungen Leute unter der Regie von Sebastian Brandl ihre Rollen einstudiert und ihren Aufführungen entgegengefiebert.

Viel Gelächter erntete die Erwachsenentruppe bei zwei Episoden aus dem »Königlich Bayerischen Amtsgericht«. Die zweite der fünf Aufführungen war als Benefizveranstaltung für das Probenhaus des Musikvereins angelegt. So konnte dem Vorstand des Musikvereins, Alois Wiesholler, ein Scheck über 1000 Euro übergeben werden. Das Geld kommt dem Probenhaus zugute.

Verein steht finanziell gut da

Keil zufolge stehe der Verein sehr gut da und sei nicht nur in finanzieller Hinsicht »sehr gut ausgestattet«. Zuversichtlich blickte die Vorsitzende der neuen Spielsaison entgegen. Schon bald beginne der Nachwuchs mit den Proben für ein neues Stück, das im Herbst auf die Bühne gebracht werden soll. Demnächst werde auch ein Stück für die Erwachsenentruppe ausgesucht, damit sich der Vorhang im Januar wieder heben könne, betonte sie.

Auch Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer zeigte sich von den Aktivitäten des Vereins und der schauspielerischen Leistung der aktiven Spieler beeindruckt. Insbesondere der »Brandner und das ewig‘ Leben« hätten es ihm angetan, sagte er. Freilich kenne jeder das Stück, doch wenn es vor der eigenen Haustür aufgeführt werde, übe es einen ganz besonderen Reiz aus. mmü