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Vom Klaushäusl zum »Stefanhäusl«

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Da viele Besucher nicht verstehen, für was die Solehebemaschine zuständig ist, wünscht sich Stefan Kattari ein aussagekräftiges Modell zur Erklärung. (Foto: Eder)

Grassau – Über seine zehnjährige Arbeit im Klaushäusl berichtete der ehemalige Museumsleiter Dr. Klaus Thiele in der jüngsten Sitzung des Grassauer Marktgemeinderats. Sein Nachfolger Stefan Kattari sprach außerdem über seine Vorstellungen zur künftigen Museumsleitung.


Auffällig ist, dass sich seit der Eröffnung des Museums »Salz und Moor« immer Personen mit den Vornamen Klaus um den Erhalt des Klaushäusls bemüht hatten. Bürgermeister Rudi Jantke erinnerte an Claus-Dieter Hotz, der die Bedeutung der Anlage erkannte, an den ersten Museumsleiter Klaus Gluth und an den nun verabschiedeten Leiter Dr. Klaus Thiele. Stefan Kattari könnte sich umbenennen, oder aber das Klaushäusl könnte künftig in »Stefanhäusl« umgetauft werden, meinte Jantke ironischerweise.

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Dies sei sein letzter Berufsabschnitt gewesen, erklärte Thiele. Als er das Museum vor zehn Jahren übernommen hat, befand sich das Dach der Niederreserve in einem sehr kritischen Zustand. Es zeigte sich, dass der gesamte First verrottet war. 40 000 Euro wurden damals in die Sanierung investiert. Auch die Fenster wurden erneuert und die Beleuchtung auf energiesparende LEDs umgestellt. Die Einrichtung der Niederreserve war sehr puristisch gewesen, deshalb wurden Schautafeln und Vitrinen ergänzt.

Neben den regelmäßigen Führungen gab es im Klaushäusl viele Lesungen, Theateraufführungen und Musikveranstaltungen. Am Maschinenhaus wurde nichts verändert, im Brunnwart-Wohnhaus wurde die Beleuchtung erneuert. Erfreulich sei laut Thiele, dass die Besucherzahlen kontinuierlich nach oben gegangen seien und auch die Einnahmen gestiegen seien.

Stefan Kattari will sich auf das Bewahren der Bausubstanz und das Vermitteln von Wissen konzentrieren. Das Klaushäusl sei gut positioniert, dennoch müsse darauf geachtet werden, dass das Profil scharf bleibe. Künftig will Kattari mit weiteren Museen aus der Region zusammenarbeiten, aber das Alleinstellungsmerkmal des Klaushäusls erhalten. Er will das Museum auch als Bildungsangebot für Kindergärten, Schulen und für Fortbildungen von Wanderführern positionieren.

Handlungsbedarf sieht Kattari bei den Dauerausstellungen, da sich die Gewohnheiten der Besucher ändern. Außerdem sei ein sanfter Umbau geplant mit dem Ziel, sich 2019 zum 400-jährigen Bestehen der ersten Soleleitung neu zu zeigen. Der neue Museumsleiter bedauerte, dass sich die Funktion der Solehebemaschine den Besuchern nur schwer erschließt. Ein Modell zur Erklärung wäre wünschenswert. Allerdings seien dies alles nur erste Überlegungen, denn vieles im Museum werde bereits gut gemacht und solle deshalb auch nicht geändert werden, meint Kattari abschließend. tb