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Veränderte Lebenssituation

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Foto: SkF Südostbayern

Traunstein – 471 Schwangere und Familien nutzten das Angebot der Schwangeren- und Familienberatungsstelle des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF Südostbayern) im vergangenen Jahr. »Eine Schwangerschaft verändert die gesamte Lebenssituation und es kann viele Fragen geben«, weiß Sabine Weiß, die Leiterin der Beratungsstelle.


Hilfe und Unterstützung gebe es beispielsweise bei der Antragstellung von Mutterschaftsgeld, Elternzeit, Elterngeld, Kindergeld, Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld und vielem mehr.

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Die Arbeit mit Migrantinnen und Flüchtlingen habe sich dahingehend verändert, dass viele dieser Personen jetzt anerkannt seien, also mit Bleiberecht. »Anliegen der Beratung ist dann nicht nur finanzielle Hilfe, die viele Flüchtlinge/Asylbewerberinnen noch benötigen, sondern auch umfassende allgemeine Beratung sowohl während, als auch nach der Schwangerschaft«, betont Sabine Weiß.

Gering sei im vergangenen Jahr der Bedarf an Kinderwunschberatung und Präimplantationsdiagnostik gewesen. »Vermehrt suchten aber Frauen als Spätgebärende die Beratungsstelle auf.«

Sehr gut angenommen werde die Trauma-Beratung. Dies sei ein zusätzliches Angebot der Beratungsstelle Traunstein, betont Sabine Weiß. »Unsere Beratungsstelle ist regional sehr gut vernetzt. An Arbeitskreisen nimmt die Beratungsstelle regelmäßig teil.«

548 Eltern nahmen im vergangenen Jahr an 96 Elterntalks teil. Im Jahr 2017 hielten sich die Themen Suchtvorbeugung (49 Talks) sowie die anderen Themen wie Handy, Erziehen, Medien, Fernsehen, Konsum, PC und Internet (47 Talks) die Waage. Rückmeldung von den Moderatorinnen war, dass in den Gesprächen der gesellschaftliche Wandel, bezüglich neuer Medien und dem Umgang damit, deutlich wird. Wichtig seien vor allem Regeln für Kinder bezüglich der Nutzung, also ab wann, wie lange und was kann mein Kind am PC oder Handy spielen? Die Vorbildfunktion der Eltern sei hier ganz wichtig.

Außerdem gingen die Mitarbeiter der Schwangeren- und Familienberatungsstelle des Sozialdiensts katholischer Frauen in Schulen, um die Kinder und Jugendlichen aufzuklären. 35 Treffen mit 587 Schülern fanden 2017 statt. Dieses, bereits seit 17 Jahren bestehende Angebot, sei von den Schulen sehr gern angenommen worden, betont Sabine Weiß. Aufgrund neuer Richtlinien des Kultusministeriums sei es nun aber nicht mehr möglich, sexualpädagogischen Unterricht in den 4. Klassen anzubieten. »Für viele der Schulleiter, Lehrer, Schüler und uns ist dies nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend, da gerade in der 4. Klasse das Angebot von den Schulen sehr intensiv genutzt wurde«, betont die Leiterin. fb

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