weather-image
30°

»Startschuss in einen neuen Lebensabschnitt«

4.5
4.5
Bildtext einblenden
Die besten Absolventen in diesem Jahr ehrte (von links) Schulleiter Günther Miller: Andreas Heitauer, Sarah Schönfelder, Magdalena Wolfenstetter und Michaela Schröder. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Beste Schulabgängerin der Achental-Realschule und zugleich Beste Realschulabsolventin im Landkreis Traunstein ist Sarah Schönfelder mit einem Notendurchschnitt von 1,0. Darüber freuten sich Schulleiter Günther Miller und alle Schüler, Eltern und Gäste bei der Verabschiedung der Absolventen von vier Abschlussklassen in diesem Jahr. Zehn weitere Schüler schafften ihren Schulabschluss zur Mittleren Reife mit einer Eins vor dem Komma. Mit der Durchschnittsnote 1,50 ist Andreas Heitauer Zweitbester der Schule, gefolgt von Magdalena Wolfenstetter (1,54) und Michaela Schröder (1,58). Sehr gut schnitten auch Donat Hofmann und Andreas Loider, beide mit 1,63, ab. Weitere Absolventen mit einer Eins vor dem Komma sind Simon Guske, Dina Machtanz und Rupert Fladischer, Julia Guggenbichler und Daniela Baumgartner.


Die Besten wurden alle von Schulleiter Günther Miller und der Vorsitzenden des Elternbeirats, Stefanie Aulbert, besonders geehrt, wobei Sarah Schönfelder als besondere Auszeichnung einen Blumenstrauß vom Rektor erhielt. Ausgehend von der Fußball-Weltmeisterschaft gratulierte Miller den Absolventen, zum »Finale«. Während der Titel des Weltmeisters das höchste aller Fußballziele sei, sei bei den scheidenden Schülern die Abschlussprüfung noch kein Endpunkt, sondern ein Startschuss in einen neuen Lebensabschnitt. Für etwa ein Viertel der Absolventen gehe der Weg an der Fachoberschule oder auf dem Gymnasium weiter bis zum Abitur, drei Viertel würden eine berufliche Ausbildung beginnen, so Miller.

Anzeige

Neben kaufmännischen Berufen und solchen im Dienstleistungssektor fänden sich erfreulich viele Handwerker. Das Abitur habe natürlich seine Berechtigung, aber »die Qualität eines Bildungssystems allein an der Abiturientenquote ablesen zu wollen, ist irrsinnig«, sagte Miller und brachte das Beispiel vom Berliner Flughafen: Berlin habe zwar eine höhere Abiturientenquote als Bayern, aber mehr gute Handwerker hätten dem Flughafen wahrscheinlich gut getan… »Geht verantwortungsvoll um mit allem Wissen, mit all den Fertigkeiten und Fähigkeiten, die ihr erworben habt und nutzt sie«, ermutigte er die Absolventen, denn dann würde auch der nächste Lebensabschnitt gelingen und sie würden den nächsten Pokal gewinnen.

Auch die Vorsitzende des Elternbeirats, Stefanie Aulbert, bezog sich in ihrer Rede auf die WM und sagte, insgesamt hätten die Schüler 11 100 Stunden Theorie gebüffelt und für die Praxis geübt. Während die Lehrer als Trainerkader gewirkt hätten, seien die Eltern »Motivationstrainer« gewesen und die »ganz persönlichen Coachs« mit »immer dem heutigen Sieg vor Augen«. Nun sei die Basis für den künftigen Werdegang gelegt, so Aulbert.

Humorvoll fiel die Ansprache der Schülersprecherinnen Lea Aschmann und Semira Beji aus, die verschiedene Ereignisse aus ihrem Schulleben skizzierten, wie die Abschlussfahrt oder den Tanzkurs. Dadurch habe sich ein »tolles Zusammengehörigkeitsgefühl« entwickelt. Vielen Lehrern überreichten die Beiden Blumen zum Abschied und Dank für ihr Engagement.

Von Schulleitung und Elternbeirat wurden auch die scheidenden Schüler mit Urkunden ausgezeichnet, die beim Schulsanitätsdienst der Schule mitgewirkt hatten, nämlich Kilian Fritsch, Dominik Kierner, Leonhard Losert, Andreas Sedlmaier, Markus Bauer, Christina Tengler, Daniela Baumgartner, Jessica Burre, Michaela Schröder und Jessica Weiser. Sie ließen sich teilweise über drei Jahre lang monatlich von einer Fachkraft und Lehrer Siegfried Parzinger zur Ersten Hilfe ausbilden.

Höhepunkt der Feier war die Zeugnisübergabe. Alle Klassenleiter charakterisierten den Unterricht in den jeweiligen Klassen in einer kurzen Ansprache und wünschten ihren ehemaligen Schülern Glück und Erfolg für ihre Zukunft. Beeindruckend war wieder die musikalische Gestaltung der ganzen Feier von Schülern der fünften Klassen bis zu »Schneider's Five« und der Schulband mit Plattlereinlage von Schülern der neunten und zehnten Klassen.

Der Abschlussfeier ging ein ökumenischer Gottesdienst voraus, der von den Religionslehrern der Realschule gestaltet wurde. Anschließend hatten die Hauswirtschaftslehrerinnen mit der Klasse 9d einen Stehempfang in der Schule vorbereitet. Endgültig schloss am Abend der traditionelle Ball im Kursaal in Reit im Winkl die Schulzeit ab. gi