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Noch keine Bleibe für die »Wurzelkinder« gefunden

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Übersee. Vertagt hat der Überseer Bauausschuss eine Entscheidung über den Bauantrag zur »Aufstellung eines beweglichen Bauwagens als Schutz- und Aufenthaltsraum sowie einer mobilen Holzhütte als Lager- und Geräteraum für den geplanten Waldkindergarten«. Der Standort am Westerbuchberg berge ein zu hohes Sicherheitsrisiko für die Kinder, auch hinsichtlich der Zufahrtsstraße, so die Begründung.


Lob für »das sehr große Engagement« der Eltern bei der Gründung des Waldkindergartens, sprach Anton Stefanutti (Die Grünen) aus. Er sei 100-prozentig für diese Einrichtung und rechne mit einem Erfolgsmodell. Er räumte allerdings ein, dass das Projekt Zeit und auch die Unterstützung der Gemeinde brauche. Auch Maria Steinert (SPD) wertete den Waldkindergarten für 40 Kinder als eine »Bereicherung für die Gemeinde«, die man unterstützen müsse.

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Die mehrheitliche Kritik entzündete sich an der Zufahrt über einen öffentlichen Land- und Forstweg ohne Winterdienst. »Die Verkehrssicherheit dieser Straße ist nicht gegeben«, gab Herbert Strauch (Freie Bürgerliste) zu bedenken. »Bei massivem Regen würde hier sogar die Feuerwehr stecken bleiben.« Am Ende müsse die Gemeinde hier noch eine Straße mit unvorhersehbaren Kosten bauen, befürchtete er.

Uschi Geiger und Alois Huber (beide CSU) störte vor allem der Standort mitten im Wald. Die Gefahr bei Sturm durch herabfallende Äste bewerteten sie als »zu groß«. »Hierfür werde ich keine moralische Verantwortung übernehmen«, betonte Geiger.

Da laut Bürgermeister Marc Nitschke »die Standortfrage offensichtlich noch nicht ausgereift ist«, schlug er vor einer Entscheidung noch einen kurzfristigen Ortstermin vor. bvd

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