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»Frauenpower« bei den Physiotherapeuten

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Die Prüfungsbesten beim Staatsexamen für Physiotherapie (von links) Rupert Ketterl (Ärztlicher Leiter), Irene Magliocchi, bestes mündliches Examen, Nadine Watzl, bestes schriftliches Examen, Ruth Hohenwarter, bestes Gesamtexamen, Julia Harml, bestes praktisches Examen, die Schulleiter Dorothea und Heribert Zimmermann mit Tochter Marie-Louisa. (Foto: Buthke)

Traunstein. Mit der Übergabe der Zeugnisse ging für 65 Physiotherapeuten die dreijährige Ausbildung in der Chiemsee-Schule Zimmermann zu Ende. Großer Jubel kam bei den Absolventen auf, als Schulleiter Heribert Zimmermann das Prüfungsergebnis bekannt gab: »Alle haben das Staatsexamen bestanden. Das ist keine Selbstverständlichkeit.«


»Frauenpower« herrschte bei den Prüfungsbesten mit Irene Magliocchi aus Porcia/Italien, bestes mündliches Examen, Nadine Watzl aus Bergen, bestes schriftliches Examen, Julia Harml aus Grödig/Österreich, bestes praktisches Examen und Ruth Hohenwarter aus Lofer/Österreich, bestes Gesamtexamen.

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Zimmermann erinnerte an die viereinhalb anstrengenden Wochen mit 28 Prüfungen. »Sie haben sie alle mit Bravour gemeistert«, sagte er. Auch im Namen aller an der Ausbildung Beteiligten zollte er den Absolventen Respekt und Anerkennung für die in der intensiven Ausbildung und im Examen erbrachten Leistungen. »Sie haben sich zusammen mit Ihren Ausbildern sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet.« Es sei darum gegangen, sie gut auszubilden, zu fördern und zu fordern. Dies könne aber nur gelingen, wenn es alle zusammen angingen, um Leistung zu bringen.

Auf sie warte nun eine Berufswelt, die ihnen genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stelle, die ihnen jedoch unter hohem Zeitdruck eine hocheffiziente Leistung abverlange. Er forderte sie auf, sich nach ihrer Ausbildung weiterzuentwickeln sowie sich den Anforderungen und Herausforderungen des Berufslebens zu stellen. »Dann können Sie es noch weit bringen«, war Zimmermann überzeugt.

In der Ausbildung sei die Humusschicht gelegt worden, nun müsse das zarte Pflänzchen wachsen, indem sie mit Kraft und Euphorie an ihre Tätigkeit herangingen. Dazu müssten sie sich auf den Gebieten, in denen sie bevorzugt arbeiten und sich Chancen bieten würden, fortbilden. »Ich hoffe, dass Sie von uns so viel Selbstbewusstsein mitgenommen haben, dass Sie sich im Beruf nicht wegducken. Man wächst mit seiner Aufgabe.«

Der Ärztliche Leiter der Chiemsee-Schulen, Rupert Ketterl, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädischen Chirurgie im Klinikum Traunstein, erklärte, er habe im Examen unterschiedliche Leistungen gesehen, die zum Teil phänomenal gewesen seien. »In Zukunft gibt es wieder Physiotherapeuten mit viel Wissen, die auf die Menschheit losgelassen werden«, sagte er schmunzelnd. Er werde mit manchen wohl gemeinsam Patienten in der Region versorgen und dadurch mit denjenigen in Kontakt bleiben. Der Chirurg lege mit der Operation den Grundstein, die Physiotherapeuten müssten dann das gemeinsame Ziel ausarbeiten, die Funktionen des Patienten zu erhalten. Die Schulausbildung sei die Grundbasis, auf der sie sich weiterentwickeln würden. »Wenn ich auf die vergangenen drei Jahre zurückschaue, ist mir nicht bange, weil ich die Entwicklung im Wissen sowie in der menschlichen Art und Weise sehe«, so Ketterl. Im Praktikum hätten sie gelernt, wie sie auf die Menschen zugehen müssten, und sie hätten auch gezeigt, dass sie es könnten. Bjr

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