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Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Siegsdorf

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Nach der Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeugs ELW 1 freuten sich alle über die neue Anschaffung. Unser Bild zeigt (von links) Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm, Vorsitzenden Wolfgang Buchner, Bruder Christian, Pfarrer Hartmut Speck, Kreisbrandrat Christof Grundner und Kommandant Manfred Steiner. (Foto: Wegscheider)

Siegsdorf – »Was lange währt, wird endlich gut«.


Unter diesem Motto könnte man die Anschaffung des neuen Feuerwehrautos Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) sehen, denn die ganze Beschaffung zog sich über fast drei Jahre hin. Das Fahrzeug sollte den Bedürfnissen der Freiwilligen Feuerwehr Siegsdorf schon angepasst sein und zukunftsweisend ausgerichtet werden. Gerade deshalb konnte nicht eben mal ein Fahrzeug »von der Stange« in den Fuhrpark mit aufgenommen werden.

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Dem Vorsitzenden Wolfgang Buchner war es vorbehalten, die Begrüßungsworte an die vielen Feuerwehrkameraden und Gäste zu richten. »Für unsere Feuerwehr ist dies heute ein Freudentag, den wir lange herbeigesehnt haben. Mein Dank geht an die Gemeindeverwaltung und den Fahrzeugausschuss für die Umsetzung der Fahrzeuganschaffung. Wir werden mit dem neuen Auto bestimmt viel Spaß haben.«

Bürgermeister Thomas Kamm freute es besonders, dass die erste offizielle Amtshandlung des neuen Kreisbrandrats Christof Grundner gleich eine Fahrzeugweihe in Siegsdorf ist. »Der alte VW Bus hat sicher seinen Dienst getan. Nun kann der Neue auch wieder 50 Jahre halten. Es gab durchaus harte Diskussionen wegen der Ausstattung, aber wie ich sehe, hat es sich gelohnt, denn es ist ein sehr gelungenes Fahrzeug.« Kamms Dank richtete sich auch an den Hersteller für die konstruktive Zusammenarbeit. Mit der Übergabe des Schlüssels an den ersten Kommandanten Manfred Steiner verband er den Wunsch auf eine »möglichst geringe Nutzung« bei Einsätzen.

Steiner erinnerte an die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses vor fast genau fünf Jahren und unterstrich die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr Siegsdorf, die nun seit 145 Jahren besteht. »Für die sehr umfangreichen Aufgaben mit circa 120 Einsätzen pro Jahr ist auch die entsprechende Ausrüstung samt Fahrzeugen sehr wichtig. Auch wenn wir keine Berufsfeuerwehr sind, so wird doch professionelle Arbeit von uns erwartet und dafür müssen wir gerüstet sein.« Dies sei in der Tat so, denn die Gewerbegebiete werden immer größer, die Aufgaben immer umfangreicher und auch die Behörden und Versicherungen fordern immer mehr. Auch dafür ist das neue Fahrzeug ELW vorgesehen, um mit dem Einzug der Digitalisierung mithalten zu können.

Anschließend segneten die beiden Geistlichen, Bruder Christian und Pfarrer Hartmut Speck, das neue Fahrzeug. Einleitend verglich Speck die Feuerwehrfrauen und –männer mit den Samaritern, die Gutes an ihren Mitmenschen verrichten. »Wer es auch sein mag, die Feuerwehr fährt hin und hilft. Das ist einfach beispielhaft.« Als Anerkennung für die geleistete Arbeit und die Fürsorge soll Gott seine schützende Hand über die Helfer ausbreiten.

Kreisbrandrat Christof Grundner gratulierte zum neuen Auto und lobte die ehrenamtliche Arbeit. »Alle Mühen haben sich gelohnt und auch in den nächsten Jahren wird sich noch einiges bewegen. Alles Gute und eine unfallfreie Fahrt.«

Die Ortsfeuerwehren aus Inzell überreichten etwas Flüssignahrung und auch die Wehren aus Marquartstein und Traunstein überreichten kleine Geschenke. Bei der anschließenden Feier im Feuerwehrhaus durften noch alle ausgiebig die von der Gemeinde gestiftete Brotzeit zu sich nehmen, Fachgespräche führen und auch das neue Fahrzeug ausgiebig besichtigen. hw