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Bald kommen Flüchtlinge nach Kirchanschöring

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Kirchanschöring – Bürgermeister Hans-Jörg Birner gab in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Antworten auf Fragen, die beim kürzlich gehaltenen Informationsabend zum Thema Asyl offen blieben. Er betonte aber wieder, wie stolz er ist, dass sich bislang 45 Kirchanschöringer gemeldet haben, die die Gemeinde bei der Unterbringung und bei der Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden tatkräftig unterstützen möchten.


Dies sei vor allem den umfangreichen Anstrengungen von Ratsmitglied Dr. Michael Hüller zu verdanken, der sich sehr dafür einsetze, dass im Ort ein kommunaler Helferkreis entsteht. Der neue Helferkreis wird sich zum ersten Mal am Freitag um 19 Uhr im Saliterwirt treffen. Birner appellierte dann erneut an die Aufnahmebereitschaft der Bürger. »Wir suchen noch immer Wohnungen in Privathäusern«, um Flüchtlinge, die der Landkreis nach Kirchanschöring schickt, unterbringen zu können.

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Einige Wohnräume stünden schon bereit, fuhr er fort und verlas das Schreiben, das ihm das Landratsamt Traunstein zukommen ließ: »Das Landratsamt hat in der Götzinger Straße 12 eine Wohnung angemietet, in die eine nigerianische Familie zieht, die vom Landkreis Berchtesgadener Land umverteilt wird. Der Mietvertrag muss noch abgeschlossen werden. Wir denken, in circa zwei Wochen könnte hier der Umzug erfolgen.« Überdies handle das Landratsamt mit dem Eigentümer des Wohnhauses an der Hipflhamer Straße 5 derzeit einen Mietvertrag aus. Der Bezug dieser Räume, die zudem noch mit Möbeln ausgestattet werden müssten, sei im Oktober vorgesehen. Dort wolle man dann 15 Personen einquartieren.

Da in der Informationsveranstaltung die Frage aufgetaucht war, ob auch Ferienwohnungen für ein paar Monate infrage kämen, erkundigte sich Birner entsprechend: »Eine Vermietung unter einem Jahr ist derzeit nicht möglich.« Würde das Landratsamt eine kürzere Mietdauer akzeptieren, müsse es sich gleich nach der Belegung der Wohnung wieder Gedanken machen, wo es die Asylbewerber im Anschluss unterbringen könne. Aber: »Personen, die eine Mietlaufzeit unter einem Jahr anstreben, dürfen sich trotzdem jederzeit gerne mit Herrn Steiskall vom Landratsamt in Verbindung setzen.« Vielleicht ändere sich kurzfristig etwas, dann komme das Akquise-Team auf diese Personen zurück, zitierte Birner das Landratsamt sinngemäß. ca