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Antike Kultur und Oldtimer-Charme

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»Waschechte Römer« saßen im Setra-Oldtimerreisebus Probe. Ein Fotomotiv, das sich viele nicht entgehen ließen. (Foto: Müller)

Seeon-Seebruck – Erfolgreich ist die erste touristische Wanderfahrt für Oldtimer, die »Via Julia Classic«, über die Bühne gegangen: Die Teilnehmer fuhren über 160 Kilometer entlang der einstigen Römerstraße, die als »Via Julia« bekannt ist: von Seebruck über Traunstein nach Freilassing und dann zurück durch die Berchtesgadener und Chiemgauer Berge zum Ausgangspunkt. Antike Kultur und Oldtimer-Charme trafen in dieser Art erstmals aufeinander.


Vor dem Start am Seebrucker Yachthafen hatten sich rund 30 schicke Oldtimer – darunter ein MG Cabrio, Baujahr 1948, ein Bierlaster, Baujahr 1958, ein ähnlich alter Setra-Oldtimerreisebus – im Blitzlichtgewitter mit »waschechten Römern« gesonnt. Die Fotomotive waren so gefragt, dass sich der Start der Rundfahrt sogar verzögerte. Um 10.15 Uhr war es dann aber soweit und die Oldtimer setzten sich mit etwas Abstand voneinander in Bewegung, um am Keltengehöft in Stöffling einen ersten Zwischenstopp einzulegen.

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Bereits im Römermuseum hatten die teilweise weit angereisten Teilnehmer – einer kam sogar aus Cuxhaven – nach dem Einschreiben eine erste historische Frage beantworten müssen, an die 20 weitere sollten an verschiedenen geschichtsträchtigen Orten folgen. Zudem galt es bei der Firma Schaffler in Traunstein und bei der Firma Enzinger in Thundorf zwei Sonderprüfungen zu absolvieren. Hier kam es auf das fahrerische Können an. Die besten Punktesammler wurden bei der abendlichen Preisverleihung ausgezeichnet.

»Unsere erste 'Via Julia Classic' war ein voller Erfolg, alle waren vom bunten Programm in herrlicher Landschaft begeistert«, betonte Organisator Martin Beham. Die Idee, die Oldtimer-Wanderfahrt mit dem »Via Julia«-Projekt zu verknüpfen, sei voll aufgegangen. »Oldtimer passen ja auch viel besser zu Römern als moderne Autos«, so Beham, der selbst ein begeisterter Oldtimerbesitzer ist und eine besondere Affinität zur Heimatgeschichte hat.

»Via Julia« ist ein Projekt, das sich am Verlauf der einstigen großen Römerstraße – sie trägt seit 2003 den Namen »Via Julia« – von Günzburg nach Salzburg orientiert. Der durch das Projekt wiederbelebte Streckenverlauf soll als Synonym für die nachhaltige Entwicklung der Regionen in ihrem Trassenverlauf dienen. Es ist darauf ausgelegt, ländliche Strukturförderung durch langfristig gesetzte Ziele zu erreichen. Die durchgehende Beschilderung eines Radwegs durch die an der »Via Julia« gelegenen Gemeinden in Eigeninitiative ist das erste und beste Beispiel dafür. Auf dem beliebten Fernradwanderweg können Radfahrer auf einer Länge von rund 280 Kilometern die landschaftlich reizvolle Gegend mit all ihren Sehenswürdigkeiten und Kulturgütern erkunden. mmü

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