125 Feuerwehrkräfte bei Wohnhausbrand im Einsatz

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Foto: Hubert Hobmaier

Feuer nach eineinhalb Stunden unter Kontrolle – Keine Verletzten – Hoher Schaden


Unterwössen – Ein Raub der Flammen wurde am Freitagabend ein wegen Sanierungsarbeiten derzeit unbewohntes Einfamilienhaus in Unterwössen. Zunächst waren die Feuerwehren Unterwössen und Marquartstein zu einem Zimmerbrand in die Hauptstraße in Unterwössen gerufen worden. Bei Eintreffen am Einsatzort stand aber bereits der Dachstuhl des derzeit unbewohnten Hauses in Vollbrand. Daraufhin wurde Großbrandalarm für die Feuerwehren im Achental ausgerufen. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort. Eine erste Schätzung geht von einem Schaden in Höhe von etwa 300 000 Euro aus. Verletzt wurde niemand. Der Einsatz konnte gegen 1.30 Uhr Samstagnacht beendet werden.

Um 20:08 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren aus Unterwössen und Marquartstein zu einem Zimmerbrand in Unterwössen alarmiert. Beide Feuerwehren waren binnen Minuten mit mehreren Einsatzfahrzeugen am Brandobjekt. Vor Ort zeigte sich bei dem ab dem 1. Obergeschoß aus Holz errichteten Einfamilienhaus ein offener Dachstuhlbrand, bei dem die Flammen bereits meterhoch aus dem Dach schlugen. Zudem bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf benachbarte Gebäude ausweitete.

„Wir haben sofort damit begonnen, einen umfangreichen Löschangriff aufzubauen und eine Abschirmung der Nachbargebäude einzurichten“, erklärt 1. Kommandant und Einsatzleiter Michael Klauser von der Feuerwehr Unterwössen. Zudem hatten die Floriansjünger mit mehreren Atemschutztrupps versucht einen Innenangriff zu starten. Dies musste aber auf Grund der hohen Brandausweitung abgebrochen werden. Währenddessen wurde das Alarmstichwort auf „B4 – Großbrandalarm“ ausgeweitet und somit weitere Feuerwehren aus dem Achental sowie aus Traunstein nachalarmiert.

Innerhalb kurzer Zeit waren die Feuerwehren aus Oberwössen, Schleching und Grassau mit weiterem Personal vor Ort. Zudem wurde der Gerätewagen Atemschutz aus Traunstein alarmiert. Die Kreisbrandinspektion war mit Kreisbrandrat Christof Grundner sowie dem zuständigen Kreisbrandinspektor Georg König und dem Kreisbrandmeister Thomas Mayr im Einsatz. Der Fach-Kreisbrandmeister Atemschutz, Stefan Thurner, war vor Ort, um die den Atemschutzeinsatz zu unterstützen. Die alarmierte Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landreises Traunstein war ebenfalls in die Einsatzabwicklung eingebunden.

Mit den Drehleiterfahrzeugen der Feuerwehren Unterwössen und Grassau wurde ein Löschangriff mittels sogenannter Wenderohre eingeleitet. Zudem wurden insgesamt sechs Strahlrohre rund um das Gebäude in Stellung gebracht, damit man das ausgedehnte Feuer in den Griff bekam. Auf Grund der starken Rauch- und Wärmebelastung waren etwa 20 Atemschutzgeräteträger im Einsatz. In einer Atemschutzsammelstelle wurden weitere Atemschutztrupps vorgehalten.

In den ersten Minuten sorgten die Tanks der alarmierten Löschfahrzeuge für ausreichend Löschwasser. Gleichzeitig wurde eine Wasserversorgung aus dem örtlichen Hydrantennetz sowie aus dem etwa 250 Meter entfernten Wössner Bach aufgebaut. Mehrere Leitungen versorgen die Drehleitern sowie die Strahlrohre der Einsatzkräfte mit ausreichend Wasser. Dabei kamen auch mehre Tragkraftspritzen zum Einsatz, die dieses an die Einsatzstelle pumpten.

Nach rund eineinhalb Stunden zeigte der umfangreiche Löschangriff Erfolg und die Einsatzleitung konnte „Feuer aus – Nachlöscharbeiten“ an die Leitstelle in Traunstein melden. Darauf hin konnten die Maßnahmen zurückgefahren und die ersten Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Die Feuerwehren Unterwössen, Oberwössen und Grassau waren bis tief in die Nacht mit Nachlöscharbeiten beziehungsweise einer Brandwache vor Ort.

Die Ortsdurchfahrt von Unterwössen musste für die Dauer der Löscharbeiten gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Verletzt wurde bei dem Brandeinsatz niemand. Das Wohnhaus war aktuell nicht bewohnt, da derzeit umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude durchgeführt wurden. Für die rettungsdienstliche Absicherung wurden die Schnelleinsatzgruppen „Achental“ und „Reit im Winkl“ des Roten Kreuzes alarmiert. Zudem wurde der Rettungswagen aus Grassau und der Einsatzleiter Rettungsdienst entsandt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 300 000 Euro. Was das Feuer in dem leerstehenden Gebäude ausgelöst hat, ist derzeit noch nicht bekannt. Die letzten Feuerwehrwehrkräfte aus Unterwössen konnten gegen 1:30 Uhr die Einsatzstelle verlassen und ans Gerätehaus zurückkehren. Hob

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