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Wunderbare Pferde bezaubern Besucher bei Umritt in Wonneberg

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Vater Walter und Sohn Josef Werner aus Kastl halten die Tradition des »Cheveauleger-Regiments Prinz Carl von Bayern« von 1813 aufrecht.
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Sie gehören fest zum Ritt dazu: die Waginger Trachtler.
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Eine fesche Reiterin auf einem feschen Pferd: Als Mitglied der Reitergruppe Neukirchen war Maria auf ihrem Haflinger »Arion« mit dabei.

Wonneberg – Möglicherweise hat der heilige Leonhard, der Patron des Orts, bei seinem Kollegen, dem heiligen Petrus, ein gutes Wort eingelegt – jedenfalls hat dieser den Leonhardern aus Anlass ihres Ritts am gestrigen Sonntag traumhaftes Wetter geschickt. Und so kam auch die erhoffte Anzahl an Pferden zu diesem traditionsreichen Umritt zusammen: 131 Tiere hat Hardi Reinmiedl, der Kassier des Leonhardivereins, gezählt.


Deutlich über 1000 Besucher erfreuten sich an den schönen Motiven, die der Ritt einmal mehr bot: die liebevoll geschmückten Pferde, die festlich bekränzten Wagen, die in der Sonne blitzenden Instrumente der Musikanten und die strahlenden Gesichter der Teilnehmer, die die wärmende Sonne so richtig genossen.

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Pünktlich um 10 Uhr setzten sich Pferde und Wagen von der Ortschaft Köpfelsberg aus in Bewegung, ein eindrucksvolles Bild, wie sich der Zug in Richtung St. Leonhard hinunter erstreckte. Voran wie immer die beiden Reiter mit der imposanten Kerze, gestiftet von Bürgermeister Martin Fenninger, und dem Leonhardi-Banner. Es folgten die Reiter der Wonneberger Ortsvereine, Pfarrer Helmut Bauer samt Ministranten und dahinter die Reitervereine aus der Umgebung und die Festwagen.

Vierspännig gezogen wurden die Wagen der Musikkapellen Otting und Surberg-Lauter, der Waginger Trachtler und der Leonhardiwagen. Die weiteren Wagen waren Kirchen und Kapellen in der Gemeinde gewidmet: diesmal den Gotteshäusern von Kirchhalling und St. Leonhard sowie der Grafenkapelle. Ein weiterer Wagen war dem Andenken des heiligen Isidor gewidmet, dem Schutzpatron der Bauern.

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Die Reitvereine aus Ruhpolding, Holzhausen und Stein an der Traun reihten sich auch in den langen Zug ein.

Und mitten drin im Zug fand sich die Kutsche mit der Prominenz: diesmal mit dabei Ehrenmitglied Bernhard Dirscherl vom Leonhardiverein, Kirchenpfleger Hans Poller, Landrat Siegfried Walch und Bürgermeister Fenninger. Dreimal umrundete die Pferde-Prozession den Ort St. Leonhard, ehe Pfarrer Helmut Bauer, der zuvor den Patroziniums-Gottesdienst gehalten hatte und auch selbst mitgeritten war, am Schluss Ross und Reiter segnete.

Interessant war, wie erzählt wurde, dass »Spione« aus Landshut nach St. Leonhard gekommen waren – auf der Suche nach Pferden, die sich für die Landshuter Hochzeit eignen würden. Ob sie fündig geworden sind, ist nicht bekannt. Denn offenbar werden da sehr hohe Anforderungen an die dafür benötigten Pferde gestellt, die zuvor wochenlang üben müssen, um dann mit den schweren Rüstungen und dem dort herrschenden Trubel klarzukommen.

Vor dem Ritt hatte der Kulturverein für eine Brotzeit mit Bosna, wahlweise auch für Kaffee und Kuchen gesorgt. Im Anschluss kümmerten sich Feuerwehr und Leonhardiverein um das Mittagessen von Teilnehmern und Besuchern. Am Nachmittag klang der Festtag mit einem gemütlichen Beisammensein im Vereinsheim aus, bei dem alle Beteiligten mit dem Verlauf vollauf zufrieden gewesen sein dürften. he

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Von den Filialkirchen war heuer wieder das Modell des Kirchhallinger Kirchleins an der Reihe.