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Urgestein der Kommunalpolitik: Gerhard Schneider stirbt mit 86 Jahren

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Traunstein: Gerhard Schneider ist tot
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Gerhard Schneider, ein Urgestein der Traunsteiner Kommunalpolitik, ist im Alter von 86 Jahren gestorben.

Traunstein – Er war ein Urgestein der Kommunalpolitik: Gerhard Schneider, der 43 Jahre Mitglied des Traunsteiner Stadtrats war, darunter jeweils sechs Jahre Dritter und Zweiter Bürgermeister der Großen Kreisstadt, ist tot. Wie die Familie am Montag bekanntgab, starb er am Samstag im Alter von 86 Jahren.


Gerhard Schneider zeichnete sich durch ein ehrenamtliches Engagement aus, das seinesgleichen sucht. Er stand für gesellschaftliche Verantwortung und Bürgersinn im besten Sinne.

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Für sein Engagement erhielt er einige Auszeichnungen: 1990 die kommunale Dankurkunde, 1997 das Bundesverdienstkreuzes, 2007 die kommunale Verdienstmedaille in Silber, 2011 die Dankurkunde der Stadt Traunstein für 40-jährige Tätigkeit als Stadtrat, 2015 die Ehrenmedaille der Stadt Traunstein.

Schneider war Gründungsmitglied der Jungen Union Traunstein und später Vorsitzender des CSU-Ortsverbands. Von 1971 bis 2014 gehörte Schneider dem Traunsteiner Stadtrat an. Von 1972 bis 1978 war er Dritter Bürgermeister und von 1978 bis 1984 Zweiter Bürgermeister. Den Vorsitz der CSU-Stadtratsfraktion hatte er von 1990 bis 1996 inne. Er war Referent für Liegenschaften, städtische Wohnungen und Stadtwerke.

Auch bei der DJK Traunstein engagierte er sich in verschiedenen Ämtern; der Verein ernannte ihn in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied. Von 1955 bis 1959 war er maßgeblich am Aufbau der Kolpingjugendarbeit beteiligt. Seit 1970 war er Organisator der Altpapier- und Altkleidersammlung der karitativen Verbände in der Region. Verdienste erwarb er sich auch als langjähriger Bezirksvorsitzender des Kolpingwerks. Als Pfarrgemeinderat von St. Oswald setzte er sich für seine Kirchengemeinde ein. m