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Stadtrat stimmt für Surferwelle in Traunstein

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Kamen mit einem Surfbrett in die jüngste Stadtratssitzung (von links): Daniel Belen, Benjamin DiQual und Hannes Weininger, der Vorsitzende des Vereins »Eine Welle für den Chiemgau«. (Foto: Reiter)

Traunstein – Er ist selbst begeisterter Surfer. Nun sind Benjamin DiQual und seine Mitstreiter ihrem Traum einen großen Schritt näher gekommen. Einhellig begrüßte der Traunsteiner Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Errichtung »einer Welle für den Chiemgau« an der Einmündung des Mühlbachs in die Traun.


Es war ein ungewöhnliches Bild, als die Mitglieder des Vereins am Donnerstag die Stufen zum großen Rathaussaal hinaufstiegen. Denn im Gepäck hatten sie ein Surfbrett – und das bei Minusgraden draußen. Oberbürgermeister Christian Kegel sprach im Zusammenhang mit der geplanten Surferwelle von einem »wunderbaren Projekt«, das für Traunstein auch aus touristischer Sicht sehr wertvoll sein könne.

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Thomas Stadler (Grüne) betonte, dass auch der Jugendbeirat sehr angetan sei von dem Projekt. »Das ist wirklich attraktiv für die Jugend«, sagte der Jugendreferent und Uwe Steinmetz (UW) ergänzte: »Als Sportreferent möchte ich diese Welle gerne sehen.«

Der Verein »Eine Welle für den Chiemgau« hat mittlerweile 55 Mitglieder, neue seien jederzeit willkommen, wie Lisa Springer im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt betonte. Sie hofft, dass nächstes Jahr um diese Zeit in Traunstein bereits gesurft werden kann. »Für Hartgesottene ist es kein Problem, auch im Winter zu surfen«, sagt sie und lacht. Der Atlantik sei ja auch kalt. »Die Surfer sind das also gewöhnt.«

Für die Welle in Traunstein soll ein hydraulisches Bauwerk eingesetzt werden, »damit wir die Welle platt machen können«, erklärt Lisa Springer. Das sei für die Sicherheit enorm wichtig. Nicht, dass zum Beispiel Feiernde in der Nacht auf die Idee kommen würden, dort eine Runde surfen zu gehen. Außerdem sei es so auch möglich, »dass wir für Kinder zum Beispiel eine kleine Welle machen«.

Die Mitglieder des Traunsteiner Stadtrats stimmten einhellig für die Errichtung einer stehenden »Welle für den Chiemgau« an der Einmündung des Mühlbachs in die Traun. Keine Gegenstimmen gab es auch in Bezug auf die vorgestellten Planungsschritte (wir berichteten). Die Untersuchungen werden im Rahmen der Sportstättenförderung unterstützt.

Überlegt werden soll, ob aufgrund der besseren Anbindung ein neuer Fußgängersteg über die Traun errichtet werden soll. Die Stadträte votierten mit 19 zu 2 Stimmen dafür. Eine endgültige Entscheidung bezüglich der Realisierung eines Stegs trifft der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen.

Im Falle einer Nichtrealisierung des Gesamtprojekts wird der Verein verpflichtet, die bis dahin von der Stadt ausbezahlten, finanziellen Leistungen komplett zurückzuzahlen. Auch dieser Punkt wurde einstimmig angenommen. KR