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Viele Bürger haben PV-Anlagen errichtet. Deren Bau bezuschusst die Stadt Traunstein. (Foto: Pültz)

Stadt fördert Bau von PV-Anlagen auch im nächsten Jahr

Traunstein – Nach einem guten Start in diesem Jahr wird die Stadt das Förderprogramm für den Bau von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) 2022 fortsetzen. Im Rathaus bestehe, wie Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt ausführte, der »feste politische Wille«, wieder 50 000 Euro für »Solarstrom nutzen« bereitzustellen. 


Nägel mit Köpfen macht allerdings erst der Stadtrat – und zwar dann, wenn er den Haushalt für 2022 aufstellt. Nach dem Jahreswechsel widmet er sich dieser Aufgabe. Eine Fortschreibung des Förderprogramms gilt als sicher. Alles andere als die Bereitstellung weiterer Mittel für die finanzielle Unterstützung der Bürger, die in die Erzeugung von Sonnenstrom einsteigen, wäre eine große Überraschung.

Das Angebot einer Bezuschussung für Solarstromerzeugung und -speicherung sowie für Mieterstrom hat die Stadt im Februar dieses Jahres neu ausgegeben. Und die in Aussicht gestellte, finanzielle Hilfe haben dann in der Folgezeit viele Bürger abgerufen: Bislang sind 52 Zuschussanträge in der Verwaltung im Rathaus eingereicht worden. Insgesamt sind rund 51.000 Euro zur Auszahlung freigegeben.

»Wir freuen uns, dass so viele Bürger auf Solarstrom umstellen«, sagt Hümmer. »Schließlich soll die Stadt Traunstein ja bis 2040 klimaneutral werden.« Die Bezuschussung der Solarstromgewinnung sei »einer der vielen wichtigen Bausteine unseres Klimaplans«.

Abhängig von der Größe der PV-Anlage und vom Aufbau mit oder ohne Stromspeicher liegt die einmalige Förderung, die die Stadt den Bürgern zuteilwerden lässt, zwischen 500 und 1500 Euro. Die Anträge auf Bezuschussung werden im Rathaus von Klaus Hechfellner, dem Klimaschutzmanager der Stadt, entgegengenommen und geprüft.

Diesem Zweck dient auch ein anderes Projekt, das sie in diesem Februar gestartet hat. Nicht nur über »Solarstrom nutzen«, sondern auch über das Förderprogramm »Energieeffizientes Sanieren im Gebäudebestand« winken dem Bürger Zuschüsse.

Noch wenig Interesse an Förderungen für Sanieren

Doch in diesem Fall ist das Interesse der Bürger bislang jedoch gering. Das Programm sei noch einmal zu evaluieren, ehe eine Entscheidung über eine Fortführung getroffen werden könne, sagt der Oberbürgermeister.

Gefördert werden weitreichende, über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehende, energetische Sanierungsmaßnahmen in bestehenden Gebäuden, Neubauten bleiben außen vor. Das auch heuer erstmals aufgelegte Förderprogramm schafft nach Angaben von Carola Wester-meier, Pressesprecherin im Rathaus, einen zusätzlichen Anreiz, energetische Sanierungen in Bestandsgebäuden überhaupt in Angriff zu nehmen.

Die Umsetzung derartiger Maßnahmen brauche – gerade in diesen Zeiten, in denen die Auftragsbücher der Handwerker voll und Baumaterialien knapp seien – seine Zeit und sei kostenintensiv, erläuterte die Pressesprecherin. Und auch weil der Antrag erst nach Abschluss der Maßnahmen eingereicht werden könne, überrasche es nicht, dass der Stadt erst eine Handvoll Interessenbekundungen vorliegen. »Bei diesem Förderprogramm scheint es uns deshalb auch ganz besonders sinnvoll, es in den kommenden Jahren fortzuführen und gleichzeitig inhaltlich weiterzuentwickeln«, so Westermeier.

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