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»Soziales Leuchtturmprojekt« für Traunstein

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Vollzogen gemeinsam die Grundsteinlegung für das neue Familienzentrum mit Kindertagesstätte an der Vonfichtstraße (von links) Mütterzentrums-Leiterin Anja Preuster, Architekt Andreas Leonhard, Oberbürgermeister Christian Kegel, der vierjährige Kilian Landvogt und die Kindergartenreferentin des Stadtrats, Christa Fuchs. (Foto: Hohler)

Traunstein – Als »eine der wichtigsten und schönsten Aufgaben der Stadt« bezeichnete Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) bei der Grundsteinlegung für das neue Familienzentrum den Bau von Kinderbetreuungseinrichtungen. An der Vonfichtstraße baut die Stadt derzeit ein Familienzentrum im Erdgeschoß und weitere 50 Betreuungsplätze im ersten Stock, die je nach Bedarf flexibel für Krippenkinder (von einem bis drei Jahren) oder Kindergartenkinder (von drei bis sechs Jahren) genutzt werden können.


Dabei soll der Neubau im Frühjahr 2020 bezugsfertig sein. Träger wird der Verein Mütterzentrum Traunstein sein, der auch die benachbarte Kinderkrippe betreibt. In das barrierefreie Vorzeigeprojekt, so Kegel, investiert die Stadt rund 3,5 Millionen Euro. Das Grundstück neben dem Erzbischöflichen Studienseminar St. Michael stellt die Erzdiözese München-Freising der Stadt Traunstein auf Erbbaurechtsbasis zur Verfügung, »dafür, dass Eltern ihre Kinder gut aufgehoben wissen.«

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Dabei seien die 750, bald 800 Betreuungsplätze in der Stadt noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, denn die Einwohnerzahl gehe auf die 21.000 hin, und das »Gott sei Dank nicht nur von über 60-Jährigen.« Aber auch in ökologischer Hinsicht werde der Bau ein Vorzeigeprojekt mit Passivhauskomponenten und Niedrigstenergiestandard.

Das Erdgeschoß wird neben dem Familienzentrum eine Großküche beherbergen. Im ersten Stock sind die Gruppenräume, ein Büro sowie Nebenräume geplant. Im zweiten Obergeschoß entstehen ein großer teilbarer Mehrzweckraum, der auch als Ruheraum dient, Toiletten und Waschräume, ein Personalraum und Lagerräume. Außerdem ist eine Dachterrasse mit Spielmöglichkeiten und direktem Zugang zum Garten geplant.

Bei den Außen- und Innenwänden sowie beim Dach wird auf eine Holzkonstruktion gesetzt, die ressourcenschonend ist. Außerdem wird auch eine ökologische Haustechnik zum Einsatz kommen. Dabei würdigte Architekt Andreas Leonhard das außergewöhnliche Engagement sowohl der Stadt Traunstein als auch der Leiterin des Trägervereins, Anja Preuster. Dabei sei das Angebot, das von Babys bis zur Vorschule und deren Eltern reiche, bundesweit einmalig. Krabbelkinder fänden in Spielgruppen erste Bekannte, Eltern könnten sich in der Teestube erholen, es gebe Räume zum Schlafen für die Kleinen, für die Fortbildung, luftige Räume zum Spielen, aber auch Rückzugsräume. Der Hauptbaustoff Holz vermittle Geborgenheit. Das Ganze sei ein soziales Leuchtturmprojekt für Traunstein und die Umgebung.

Ebenfalls voll des Lobes für die Stadt Traunstein und ihr Engagement für Kinder und Familien war die Leiterin des Vereins Mütterzentrum Traunstein, Anja Preuster. »Die Stadt war bei der Schaffung von Betreuungsplätzen schon immer vorbildlich. Wir können's kaum erwarten, bis wir endlich einziehen können.« Zum Abschluss sangen noch ein paar ausgewählte Kinder das Lied »Wer will fleißige Handwerker sehn?« coho

 

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