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Mit junger Mannschaft das Rathaus erobern

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Gerade mal durchschnittlich etwas über 36 Jahre sind die ersten fünf Kandidaten und Kandidatin der Stadtratsliste der Initiative Traunstein (von links) Alexander Kallsperger, Georg Osenstätter, Susanne Deckert, Tobias Huber und Florian Fraunhofer. (Foto: Peter)

Traunstein – Mit dem Wahlkampf Slogan »Traunstein kann mehr« wollen die Kandidaten der Initiative Traunstein (ITS) das Rathaus bei den Kommunalwahlen nächstes Jahr im März erobern. Die ITS wurde im Mai gegründet und die Mitglieder trafen sich nun im Gasthaus Aubräu zur Aufstellungsversammlung.


Die ITS wolle eine andere Politik. Weg von der Reaktion hin zur Aktion, sagte Vorsitzender Georg Osen-stätter. Insgesamt stehen auf der Liste elf Kandidaten. Wobei das Alter der Kandidaten zwischen 30 und 43 Jahren liegt. Zum Wahlleiter wurde Robert Muggenhamer aus Erlstätt, der zweiter Bürgermeister von Grabenstätt ist, von der Versammlung gewählt.

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Die Liste wird vom Vorsitzenden Georg Osenstätter angeführt. Gefolgt von: Susanne Deckert, Florian Fraunhofer, Tobias Huber, Alexander Kallsperger, Christoph Ertl, Tobias Naturski, Dr. Rudolf Deckert, Markus Schneider, David Stankovic und Andreas Zaunick. Bei der Kandidatenvorstellung fielen bei den verschiedenen Bereichen, in denen sich die Stadträte in spe in ihrer Arbeit besonders einsetzen wollen, immer wieder die Schlagworte: Wohnraum für junge Familien, Familien- und Fahrradfreundlichkeit, Belebung der Innenstadt mit aktiver Prägung der Identität der Stadt, den Campus als Chance sehen.

Der persönliche Antrieb der Kandidaten sei die Unzufriedenheit mit der aktuellen Rathauspolitik in Traunstein, meinte Osenstätter bei seiner Begrüßung. »Wir, die Mitglieder der ITS, haben einen großen Gestaltungswillen und wollen zu einer erfolgreichen Entwicklung der Stadt Traunstein beitragen«, sagte Osenstätter.

Die ITS möchte weg von der Politik der Reaktionen hin zur Politik der Aktionen. Weg von der Verwaltung der Themen hin zur Gestaltung. Die ITS will nach den Worten des Vorsitzenden mit allen anderen Parteien und der Verwaltung in der Diskussion die besten Lösungen für Traunstein finden. Ziel sei es dabei, durch eine nachhaltige Politik eine bedarfsgerechte, vorausschauende Planung, finanzierbare Projekte mit einer ressourcenschonenden Um- setzung zu erarbeiten. Wobei die Leerstände genutzt werden sollten, so Osenstätter.

Er kritisierte, dass in Traunstein zentrale Themen wie die Schaffung von Wohnraum, die Begleitung des Campus Chiemgau sowie die Digitalisierung, die Bürgerfreundlichkeit und die Gestaltung der modernen Arbeitswelt ungelöst sind, beziehungsweise nur nicht oder nur halbherzig angegangen würden.

Der Campus Chiemgau sei für die Stadt Traunstein eine immense Chance, die viele Gebiete wie das Freizeitangebot, den Einzelhandel, die Gastronomie und die Ansiedlung von Fachkräften in der Stadt betreffe. Beim Thema Digitalisierung will die ITS auch die Stadtverwaltung bürgerfreundlicher machen und den Breitbandausbau in den verschiedenen Traunsteiner Ortsteilen vorantreiben. MP

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