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»Jeder ist Vorbild und eine Stütze für die Gesellschaft«

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Sie erhielten die Bundesverdienstmedaille (von links) Resi Schmidhuber, Dr. Frieder Klein und Elisabeth Staller. (Foto: Buthke)

Traunstein – »G'standene Persönlichkeiten«, die sich durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten um die Gesellschaft verdient gemacht haben, ehrte Landrat Siefried Walch bei einer Feierstunde im Landratsamt Traunstein.


Sie hätten Besonderes vollbracht, sagte er. Es sei ein gutes Zeichen, dass sich Menschen wieder mehr in Vereinen und Organisationen engagieren. Etwa 30.000 Menschen seien in Bayern in rund 1650 Vereinen ehrenamtlich tätig. Dies sei ein gutes Zeichen. »Jeder Einzelne ist ein Vorbild und eine Stütze für die Gesellschaft und hilft, dass sie so gut zusammenhält«, stellte Walch fest.

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Mit Bundesverdienst- medaille ausgezeichnet

Mit der Bundesverdienstmedaille zeichnete er Elisabeth Staller aus Siegsdorf aus, die sich rund um die Uhr um die intensive Betreuung ihrer körperlich und geistig behinderten Tochter Veronika kümmert. »Sie leisten mit Ihrer Hilfe die größte Liebesbekundung, die eine Mutter ihrem Kind geben kann«, sagte der Landrat.

Die gleiche Auszeichnung erhielt Dr. Karl Friedrich Klein aus Traunstein. Als Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Traunstein sei er Ansprechpartner bei der Lösung altersbedingter persönlicher oder finanzieller Probleme und arbeite mit der Stadt und dem Landkreis für das Beste der Senioren. Beim »Senior Experten Service« stelle der Mediziner sein umfangreiches Wissen in der Humanmedizin auch in anderen Ländern wie in China, Turkmenistan und Tansania zur Verfügung.

Die dritte Bundesverdienstmedaille ging an die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber für ihr Wirken im Bayerischen Bauernverband (BBV) als Ortsbäuerin in Kienberg, Mitglied im Kreisvorstand des BBV Traunstein, Kreisbäuerin und Ehrenkreisbäuerin. Auf politischer Ebene war sie Gemeinderätin in der Gemeinde Kienberg und ist Kreisrätin im Kreistag Traunstein sowie stellvertretende Landrätin. Ferner ist sie im Kirchenchor und bei der Frauengemeinschaft in Kienberg sowie ehrenamtliche Richterin. »Der Landkreis und das ganze Land sind stolz, solche Persönlichkeiten wie Dich unter uns zu haben«, betonte Walch.

Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit bekam Christina Strohmayer aus Traunstein. Sie arbeitet als ehrenamtliche Beraterin bei der »Traunsteiner Brücke«, engagiert sich beim Katholischen Frauenbund Traunstein und leitet das Team des »Frauenbund-Ladls«. Ihr weiteres ehrenamtliches Engagement erstreckt sich auf die Hilfen für Flüchtlinge und Asylbewerber im »Traunsteiner Netz« und beim »Café International« sowie beim »Sozialen runden Tisch« der Stadt Traunstein. Sie organisiert außerdem Weihnachtsfeiern für bedürftige Menschen im »Café Intreff«.

Mit einem weiteren Ehrenzeichen wurde Rosa Blank aus Otting ausgezeichnet. Seit Jahrzehnten lindert sie die Not und das Leid der Menschen in Simbabwe. Mehrere hundert Container mit landwirtschaftlichen Geräten, Werkzeug und Maschinen, Utensilien für die Ausbildung von Kindern hat sie bereits nach Afrika geschickt. Auch der Bau von drei Schulhäusern konnte dank des Einsatzes von Blank und der Hilfe vieler Spender ermöglicht werden. Sie habe wegen ihres Alters zwar mit dem Containertransport aufgehört, lasse es sich mit 82 Jahren nicht nehmen, auf Flohmärkten gespendete und selbst gemachte Artikel zu verkaufen und das Geld nach Simbabwe zu schicken. Ihre Einsatz- und Opferbereitschaft gehe weit über das gewöhnliche Maß hinaus, stellte der Landrat fest.

Ehrenzeichen des Staats- ministers des Inneren

Der Ehrenzeichen des Bayerischen Staatsminister des Innern für 40 Jahre aktive Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) bekamen Alfred Mayer (Unterneukirchen), Michael Weißl (Engelsberg) und Steffi Steinbeißer (Bergen) und für 25 Jahren aktive Dienstzeit Alexander Kellndorfer (Ruhpolding), Christian Scheffler (Traunreut), Sven Johann (Kirchanschöring) und Christian König (Trostberg). Die Rettungsorganisationen stünden »Gewehr bei Fuß« und seien zur Stelle, wenn jemand Hilfe brauche, meinte Walch. Bei der Schneekatastrophe im Ja-nuar habe man gemerkt, wie wichtig das BRK sei.

Ehrenurkunde für Feldgeschworene

Eines der ältesten, im 13. Jahrhundert durch fränkische Gerichte geschaffene, bekannten und noch erhaltenen kommunalen Ehrenämtern seien die Feldgeschworenen, berichtete der Landrat. Sie erfüllten eine wichtige Mittlerfunktion zwischen Bürgern und Behörde und seien ein Beispiel dafür, dass Ehrenämter oft Tradition und Moderne vereinen. Für 50 Jahre als Feldgeschworener übergab er Josef Mayer aus Siegsdorf die Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministers der Finanzen und für Heimat. Eine Ehrenurkunde erhielt auch Sebastian Mörtl aus Traunreut, der dieses Amt seit 25 Jahren ausführt.

Urkunde für »Umweltpakt Bayern«

Für ihr Engagement im betrieblichen Umweltschutz übergab Walch den Vertretern der Steuerberatungsgesellschaft mbH Gschwendner & Partner aus Chieming die Urkunde des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Verbraucherschutz für die Teilnahme am »Umweltpakt Bayern«. Der Landrat betonte, wie wichtig das Engagement von Firmen und Betrieben sei, die sich freiwillig verpflichteten, gewisse Umweltkriterien einzuhalten. Bjr