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Grundstein für neues Feuerwehrhaus gelegt

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Den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus am Hochberg nahmen vor (von links): der frühere Grundstückseigentümer Max Spiegelsberger, Feuerwehr- Referent Josef Hinterschnaiter, Oberbürgermeister Christian Kegel, die Hochberger Kommandanten Thomas Hasenöhrl und Franz Geisreiter, Kreisbrandrat Christof Grundner sowie Architekt Johannes Romstätter. (Foto: Hohler)

Traunstein – »Ogfangt is«, verkündete Architekt Hans Romstätter in Anlehnung ans Oktoberfest bei der symbolischen Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus am Hochberg, dem er eine außergewöhnlich lange Planungsphase attestierte.


Das alte Feuerwehrhaus am Hochberg sei aber zu klein gewesen, das Tor zu schmal, es habe nur einen Raum gehabt und die Wasserversorgung sei ungenügend gewesen. »Wir haben hier eine architektonische Mischung, wie wir sie in 40 Jahren Bürogeschichte noch nicht hatten«, sagte er mit Blick auf das Doppelgebäude, das auf der einen Seite das neue Feuerwehrhaus samt Löschwasserbecken und auf der anderen Seite neue Räume für die Schreinerei Spiegelsberger enthält. Die Zusammenarbeit mit der Schreinerei in der baulichen Schicksalsgemeinschaft »ist eine äußerst angenehme Erfahrung für uns, da geht was«.

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Mit 150 Quadratmetern Grundfläche sei man sehr sparsam mit der Fläche umgegangen, das Löschwasserbecken beinhalte bis zu 200 Kubikmeter Wasser. Architektonisch sei das Ganze einfach und dem Außenbereich angepasst gehalten, die Materialien seien einfach und trotz des am Hochberg nicht besten Bodens hoffe er, das Becken und die Fundamente für beide Gebäudeteile noch vor dem Winter fertigzubringen. »Aber wir sind hier auf 700 Meter Höhe, es kann sein, dass es in Traunstein noch regnet und hier oben schneit's schon«, so Rom-stätter. Wichtig sei es ihm auch gewesen, keine Mega-Ausschreibungspakete zu erstellen, so dass auch heimische Baufirmen mitbieten konnten, »deren Erhalt auch uns wichtig ist«.

»Da geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung«, sagte auch Oberbürgermeister Christian Kegel. Das neue Fahrzeug sei für das alte Feuerwehrhaus zu groß, das alte Haus habe auch sonst neueren Anforderungen nicht mehr entsprochen, da sei der glückliche Umstand, mit der Familie Spiegelsberger zusammen bauen zu können, geradezu die sprichwörtliche »Win-Win-Situation«. Durch das Löschwasserbecken im Keller sei die Versorgung bestens gewährleistet.

Wichtig sei, »dass wir das dann sicher schönste Feuerwehrhaus im Chiemgau bis nächstes Jahr hin bringen. Um das werden Euch sicher viele andere Feuerwehren beneiden.

Die Stadt Traunstein investiert in das Feuerwehrhaus mit Löschwasserbecken knapp unter eine Million Euro.« Dabei schlägt allein das Löschwasserbecken mit rund 300 000 Euro zu Buche, wie Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer auf Nachfrage erklärte. Rund 55 000 Euro Zuschuss kommen von der Regierung von Oberbayern.

In dem neuen Feuerwehrhaus wird es im Erdgeschoß neben dem Stellplatz für das neue Fahrzeug auch Lagerräume, Umkleiden und Sanitärräume, im Obergeschoß gibt es einen Bereitschaftsraum und ein Büro für den Kommandanten. Die Beheizung erfolgt über eine Luftwärmepumpe und eine Fußbodenheizung. Weiter ist auf der westlichen Dachhälfte eine PV-Anlage vorgesehen. Außerdem entstehen zwölf Stellplätze.

Das neue Fahrzeug ist ein Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz und kostet rund 380 000 Euro. Der Freistaat Bayern hat dazu eine Förderung von 88 000 Euro in Aussicht gestellt.

Wenn    die Bauarbeiten wie   geplant voran kommen, soll das neue Feuerwehrhaus am Hochberg im Spätherbst 2020   in Betrieb gehen. coho