Bildtext einblenden
Vorstandsmitglied Manfred Dandl (links) wurde für seien langjährige Tätigkeit in der Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst geehrt. Die Ehrung nahm Aufsichtsratsvorsitzender Georg Aigner vor. Foto: Peter

Ehrungen bei Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst

Traunstein – Bei der Mitgliederversammlung der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst war die Rede von 510 Wohnungen. Dem Geschäftsbericht von Vorstandsmitglied Thomas Sagerer war zu entnehmen, dass die Wohnungsbaugenossenschaft sehr aktiv bei der Sanierung der Gebäude ist. Vorstandsmitglied Manfred Dandl und Aufsichtsratsmitglied Andrea Märker wurden für ihre Tätigkeit geehrt.


Nachdem pandemiebedingt in den vergangenen Jahren keine Mitgliederversammlungen möglich waren, gab es neben den turnusmäßigen Wahlen alle drei Jahre auch Nachwahlen. In der Genossenschaft wird jährlich ein Teil der Mitglieder im Aufsichtsrat und in der Vorstandschaft gewählt. Somit sind in den Gremien immer Leute, die bereits eine gewisse Erfahrung haben, damit immer eine Kontinuität herrscht. Die Nachwahl hat jedoch keine Auswirkung auf die reguläre Amtszeit.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Georg Aigner wäre bereits vor zwei Jahren zur Wahl gestanden. Durch den Ausfall der Versammlungen konnte jedoch nicht gewählt werden. Er wurde nun im Amt bestätigt, muss sich jedoch nächstes Jahr wieder um das Amt bewerben, weil da die reguläre dreijährige Amtszeit ausläuft. Dies gilt auch für die Mitglieder, die sich in der Nachwahl stellen. Weiter wurden im Aufsichtsrat bestätigt: Sabine Hohberger (für drei Jahre), Andrea Märker (zwei Jahre), Alexandra Mayer (zwei Jahre) und Doris Wagner (drei Jahre). In die Vorstandschaft wurden gewählt Manfred Dandl (zwei Jahre), Christiane Heggblum (drei Jahre), Helga Kaufmann (zwei Jahre), Stephan Maier (drei Jahre) und Thomas Sagerer (drei Jahre).

Für ihre Tätigkeit für die Wohnungsbaugenossenschaft wurden Manfred Dandl, der seit 1996 in der Vorstandschaft und vorher schon im Aufsichtsrat war, sowie Andrea Märker, die seit 2009 im Aufsichtsrat ist, geehrt. Aigner betonte, dass Wohnbaugenossenschaften für das Grundrecht »Wohnen« immer wichtiger würden. Die Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst ermögliche Wohnungen zu erträglichen Mieten, so Aigner. Laut Thomas Sagerer gab es im vergangenen Jahr 41 Mieterwechsel. Das entsprach zugleich der Zahl der Wohnungsrenovierungen. Größtenteils würden Bestandswohnungen aus der 50er und 70er Jahren renoviert und heutigen Standards angepasst. Die Genossenschaft legte auch großen Wert auf die Energieeinsparung und lasse nach und nach die einzelnen Gebäude dämmen. Hierbei seien die Verfügbarkeit der Handwerker und der Materialien die Herausforderung.

Das Büro wurde barrierefrei gemacht, die Arbeiten seien in Kürze abgeschlossen, sagte Sagerer weiter. Insgesamt seien acht abschließbare Fahrradhäuschen von der Genossenschaft aufgestellt worden. Damit sei die Vorstandschaft den Wünschen der Mieter nachgekommen. Die Fahrradstellplätze könnten zu einem geringen Kostenbeitrag gemietet werden. Beim Ausblick auf das Jahr 2023 sagte Sagerer, dass der Ersatzbau an der Hochkalterstraße mit neun Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen im Sommer fertig sein werde. Zum Energieeinsparen würden weitere Dämmungen der Häuser vorgenommen, die Heizungen optimiert und auf LED-Beleuchtung umgestellt. Und wo es sich wirtschaftlich rentiere, würden Solaranlagen installiert, meinte Sagerer.

Aus der Versammlung kam die Frage, ob denn auch Wärmepumpen eingebaut würden. Dazu meinte Sagerer, dass in den neuen Gebäuden bereits auf diese Technik gesetzt werde. In Bestandgebäuden seien Wärmepumpen oft nicht realisierbar. Ein Mieter fragte, warum die Genossenschaft wieder einen eigenen Hausmeister eingestellt hat. Dazu erwiderte Sagerer, dass die externen Dienstleister die Preise so stark erhöht hätten, dass sich ein angestellter Hausmeister rentiere. Dieser werde primär im Bereich Haidforst tätig sein. Er könne auch flexibler agieren.

Den Bericht der gesetzlichen Prüfung trug Vorstandsmitglied Helga Kaufmann vor. Hier war zu hören, dass die Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst wirtschaftlich auf einer soliden Basis steht. Die Herausforderung sei jedoch der große Bedarf an Wohnungssanierungen, die die Genossenschaft auch weiter beschäftigen würden, hieß es im Bericht.

MP

Mehr aus der Stadt Traunstein