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Viele einheimische Läufer beim Berg-Ultralauf

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Szenen vom Chiemgauer-100-Lauf: In der Morgendämmerung geht’s in Richtung Unternberg.

Zum zwölften Mal wird an diesem Samstag der »Chiemgauer Berg-Ultralauf« über 100 Kilometer und 4500 Höhenmeter, ausgetragen. Bereits tags zuvor beginnt der 100-Meilen-Lauf über gut 161 Kilometer und 7500 Höhenmeter.


Die Teilnehmerzahl ist auch 2016 wieder auf 150 Teilnehmer begrenzt. Das Kontingent ist ausgeschöpft: Läufer aus zwölf Nationen stehen am Start. Darunter sind so viele Frauen wie nie zuvor (16 auf den 100 km, 7 auf den 100 Meilen). Bei der Teilnehmerbeschränkung geht es um die Beachtung der Auflagen der höheren Naturschutzbehörde Oberbayerns. Sehr erfreulich ist die große Anzahl an einheimischen Sportlern, die sich heuer dieser Herausforderung stellen.

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Strecke führt über alpine Wander- und Forstwege

Das große, freiwillige Helferteam wird komplettiert durch helfende Teilnehmer der Vorjahre (unter anderem Tom Wagner, Sieger 2015) und Crew-Mitglieder der Läufer. Ohne sie alle wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich.

Bereits am Freitag treffen sich die Athleten im Ruhpoldinger Waldstadion zu Startnummernausgabe und zum Briefing. Teilnehmer, welche die optionale 100-Meilen-Strecke gewählt haben, starten am Freitag ab 14 Uhr zu jeder vollen Stunde – je nach persönlicher Einschätzung ihrer Leistungsfähigkeit. Start der 100-km-Distanz ist dann am Samstag um 5 Uhr ebenfalls im Ruhpoldinger Waldstadion. Zielschluss ist um 23 Uhr; der Sieger wird bereits gegen 16 Uhr erwartet.

Die Strecke führt wie bisher hauptsächlich über alpine Wander- und Forstwege. Der Verlauf besteht aus zwei Schleifen im Gebiet von Ruhpolding: Zunächst wird der Rauschberg umrundet (26 km) und danach eine große Runde (74 km) um und auf den Hochfelln gelaufen. Sieben Verpflegungsstationen und mehrere Wasserstationen sind über die Strecke verteilt. Zielschluss für die 100 km ist nach 18 Stunden um 23 Uhr.

Die 100-Meilen Strecke führt in einem »Vorspann« zusätzlich über Zinnkopf, Teisenberg, Adlgaß, Kohleralm und Weißbach nach Zwing, wo sie in die 100-km-Strecke einfädelt.

Die Streckenmarkierung besteht aus Schildern und rot-weißem Markierungsband an Bäumen und Sträuchern sowie Pfeilmarkierungen am Boden und den Beschilderungen der Wanderwege. Auch heuer bittet der Veranstalter darum, die Markierungen am Wettkampfwochenende nicht zu entfernen. Sie werden in den Tagen nach dem Lauf wieder eingesammelt und in den Folgejahren wiederverwendet.

Den Streckenrekord über 100 km hält bei den Männern seit 2009 Petru Muntenasu mit 10:45 Stunden. Bei den Frauen gilt es die Zeit von 13:40 Stunden zu schlagen, welche 2008 von Julia Böttger gelaufen wurde. Die Bestzeit auf der 100-Meilen-Strecke lief Rudi Döhnert mit 21:28 Stunden im Jahr 2014; bei den Frauen steht immer noch Iris Dillingers Zeit von 27:33 Stunden.

Zu den Favoriten der 100 km zählen Alois Hundseder (Sieger 2014) und Markus Maier, beide Triathlon TSV Altenmarkt, ebenso wie Josef Unterreiner (DAV-Laufen, Vorjahresvierter). Diese könnten nach der verletzungsbedingten Absage von Martin Neumann (Alpstation Trailteam, München) sogar das Treppchen unter sich aufteilen. Bei den Damen könnte in Miriam Stecher eine einheimische Triathletin ganz vorne mitmischen.

Gute Chancen auf einen Sieg bei den 100 Meilen hat Tobias Krumm, der heuer den WiBoLT über 320 km gewonnen hat. Ob er den Streckenrekord knacken kann? Auch bei den Frauen dürfte es spannend werden: Favoritin Nicole Kresse (Siegerin 2014, 1. Platz Junut 2016, 239 km) trifft auf Monika Bäuerlein (2. Platz Junut 2015).

Nicht unerwähnt bleiben soll Uli von Großmann vom SC Eisenärzt, der – als einziger Teilnehmer überhaupt – bisher jeden Chiemgauer-100-Lauf innerhalb des geforderten Zeitlimits beendet hat. Weitere einheimische Teilnehmer sind: Wolfgang Geistanger, Armin Tollkühn, Simon Winkler (alle Siegsdorf); Miriam Stecher (Inzell); Markus Mair (Kienberg); Stefan Zeilmann (Surberg); Josef Unterreiner, Hans Wolfgruber (beide Petting); Alois Hundseder (St. Georgen); Toni Schneider (Traunwalchen); Gerhard Koch (Saaldorf); Daniel Peyerl (Kirchanschöring). Die Siegerehrung findet am Sonntagvormittag im Waldstadion statt. fb