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Ehrenrunde des WM-Pokals: »Kirchanschöring ist eine Fußball-Macht«

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Großes Programm rund um den Fußball: Beim Torwandschießen ging es nicht nur um Treffsicherheit, die Geschwindigkeit der Schüsse wurde auch gemessen.
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Die Nachwuchskicker durften auf dem Sportplatz selbst zeigen, welches Talent in ihnen steckt – und ließen sich davon auch nicht durch die Sonne abhalten.
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Gleich geht es los: Gespannt haben Kinder und Erwachsene vor dem DFB-Truck gewartet, um den WM-Pokal einmal aus nächster Nähe zu sehen.
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Geduldig und im passenden Fußball-Outfit warteten die Besucher auf den Einlass in den WM-Truck, um das Finale von Rio noch einmal nachzuerleben.

Beim SV Kirchanschöring geht es Schlag auf Schlag: Nach dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bayernliga wurde gestern auf dem Sportplatz an der Laufener Straße schon wieder gefeiert. Im Mittelpunkt stand diesmal ein schwarzer Truck – darin dreht der WM-Pokal von 2014 derzeit eine Ehrenrunde über deutsche Fußballplätze. Auch der SVK hatte mit einem selbst produzierten Video einen Besuch gewonnen.


Schon seit Wochen liefen beim SVK die Vorbereitungen und die Arbeit wurde belohnt: »Es war so geil«, rief der 13-jährige Paul nach seiner Tour durch den Truck. »Das Anstehen hat sich gelohnt«, pflichtete ihm der 13-jährige Tobi aus Kirchanschöring bei. »Es war nur leider ein bisschen kurz.«

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Die entscheidenden Szenen zum Nacherleben

In dem schwarzen Truck durften die Besucher die entscheidenden Minuten des WM-Finales 2014 noch einmal nacherleben und sich anschließend mit der Trophäe, die die deutsche Nationalmannschaft gewonnen hat, fotografieren lassen. Was sie mit dem Foto machen wollen, war Tobi, Paul und ihrem Freund Gabriel (12) auch gleich klar: »Wir nehmen das als Profilbild bei WhatsApp.«

Das hatten sich auch Magdalena und Simon aus Fridolfing vorgenommen. Wobei der Zehnjährige das Bild auch »in meinem Zimmer an die Wand hängen« will. Nach dem Erlebnis in dem Truck war auch Magdalenas Enttäuschung darüber, dass keine Nationalspieler nach Kirchanschöring gekommen waren, nicht mehr ganz so groß. »Aber wenigstens der Neuer hätte kommen können«, meinte die Zwölfjährige.

Begeistert von der »Ehrenrunde« waren nicht nur die zahlreichen kleinen Schweinsteiger, Götzes und Müllers, die in ihren Trikots vor dem Truck anstanden und sich fotografieren ließen. Auch Organisator Simon Wadislohner vom SV Kirchanschöring war mit dem Nachmittag »total zufrieden«: »Schon der Aufbau war total unkompliziert und wir freuen uns, dass heute so viele Kinder auf dem Fußballplatz sind.« Für die gab es nämlich nicht nur den DFB-Truck, sondern auch ein kleines Fußballfeld und verschiedene Spielstationen, den Fanbus des Deutschen Fußballbundes (DFB) und eine Torwand, bei der auch gleich die Geschwindigkeit des Balls gemessen wurde.

Die Nachwuchskicker ließen es sich auch in der prallen Sonne nicht nehmen, Fußball zu spielen. Allerdings führten die hohen Temperaturen dazu, dass nicht ganz so viele Besucher wie erhofft zum Kirchanschöringer Sportplatz kamen. »Für das Mittagessen war es draußen schon fast zu heiß«, wusste Simon Wadislohner, der sich dafür über die »lockere Atmosphäre« freute.

Siegfried Walch: »Der ganze Landkreis ist stolz«

Der Vizepräsident und Bezirksvorsitzende für Oberbayern des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), Horst Winkler, versprach den Besuchern nicht nur, dass sich der »echte Pokal« im DFB-Truck befindet, sondern lobte den Verein auch für seine sportlichen Erfolge: »Kirchanschöring ist in die Spitze aufgerückt und eine Fußball-Macht. Ich freue mich riesig über diese Leistung.« Damit sei Kirchanschöring als »Fußball-Dorf aus der Landkarte im Kreis Inn/Salzach nicht mehr wegzudenken«.

Das gelungene Fest rund um den WM-Pokal lobte auch Landrat Siegfried Walch. »Der ganze Landkreis Traunstein ist stolz auf die erfolgreiche Kirchanschöringer Mannschaft«, erklärte er. »Man merkt, dass in dieser kleinen Gemeinde alle hinter dem Verein stehen.« Der Rundgang durch den Truck habe ihm ein »positives Gefühl für den ganzen Tag« gegeben, sagte Siegfried Walch. »Bei der Animation am Anfang läuft es einem kalt den Rücken herunter und man hat sofort wieder die Finalszene von der 113. Minute im Kopf. Das ist wirklich unbeschreiblich.« Der Landrat versprach auch, eines der nächsten Heimspiele der ersten Mannschaft zu besuchen. »Und wenn es nächstes Jahr wieder eine Aufstiegsfeier gibt, bin ich auf jeden Fall dabei.« jom