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»Die Leistungen stabilisieren«

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Antholz: Biathlon WM 2020 live im Stream und TV
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Die WM in Antholz im Visier: Biathlet Philipp Nawrath vom Stützpunkt Ruhpolding. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Ruhpolding – Der 13. Februar ist für Philipp Nawrath in zweifacher Hinsicht ein besonderer Tag. Der Biathlet feiert an diesem Tag seinen 27. Geburtstag und er wird in Antholz an diesem Abend bei der feierlichen Eröffnung der Weltmeisterschaft dabei sein.


Die Fahrkarte dazu löste er beim Weltcup in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. Mit dem siebten Platz im Sprint erfüllte er auf seiner Trainingsstrecke die Norm des Deutschen Skiverbandes zur Weltmeisterschaft. Dieses Ergebnis übertraf er sogar noch beim nächsten Weltcup im slowenischen Pokljuka mit dem vierten Platz im Einzel.

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Abgezeichnet hatte sich die gute Form von Nawrath bereits während der Vorbereitung im Sommer. »Trotzdem war ich ein wenig überrascht, dass es gleich so gut lief«, sagt er in seiner zurückhaltenden Art.

Obwohl er bereits im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Östersund/ Schweden und im Weltcup am Start war, musste er in diesem Winter zunächst im IBU-Cup sein Glück versuchen. Dort lief es ganz gut, er gewann sogar ein Sprintrennen. Als Nachrücker für den schwächelnden Erik Lesser kam zunächst Lucas Fratzscher beim Weltcup in Oberhof zum Einsatz. Nawraths Chance kam dann zum nächsten Weltcup an seinem Heimatstützpunkt Ruhpolding. »So ganz sicher war ich mir nicht, ob es mit der Nominierung klappt. Ich habe aber gewusst, dass meine Leistung passt und es funktionieren könnte.«

Bereits Ende Dezember durfte der Allgäuer mit Wohnort Ruhpolding überraschend an der Seite von Laura Dahlmeier beim Spektakel auf Schalke mitmachen. Am Ende stand dabei in der Arena der vierte Platz. »Das war ein geniales Erlebnis, obwohl ich nicht ganz fit gewesen war«, so der Sportler.

Mit Laura Dahlmeier verbindet ihn eine lange Freundschaft, ihre Karriere hatte damals gemeinsam begonnen. »Rückblickend war Schalke mit seiner grandiosen Stimmung quasi der Wendepunkt in dieser Saison«, ist er überzeugt. Und so konnte er bei seinem Weltcup-Debüt in diesem Winter die einzigartige Atmosphäre in der Chiemgau-Arena nicht nur genießen, sondern auch sportlich erfolgreich gestalten. »Ich habe gewusst, dass es hier sehr schwer werden wird, ein gutes Ergebnis zu holen. Der Sprung vom IBU-Cup in den Weltcup ist eine ganz andere Hausnummer«, gibt er zu verstehen.

Philipp Nawrath ist in Ainring bei der bayerischen Landespolizei stationiert und hat dort seine Ausbildung zum Polizeiobermeister absolviert. »In den vergangenen Jahren habe ich viel auf die Reihe bringen müssen. Durch die Ausbildung konnte ich nicht immer im vollen Umfang trainieren«, blickt er zurück.

Trotzdem ist er froh darüber, dass ihm die Landespolizei alle notwendige Unterstützung für seinen Sport ermöglicht. Trainiert wird er bei der Polizei und am Stützpunkt Ruhpolding von Tobias Reiter, dem ehemaligen Disziplintrainer der Damennationalmannschaft. »Philipp hat immer schon gute Ansätze gezeigt. Vor allem in diesem Sommer war er sehr stark. Die Kunst ist, das alles im Weltcup umzusetzen. Da hat er seine Chance genutzt, das ist eine richtig große Leistung, dass er jetzt in Antholz dabei ist«, lobt Reiter seinen Schützling.

Zum Thema Weltmeisterschaft in Antholz gibt sich Philipp Nawrath bedeckt. Zuerst heißt es abzuwarten, welche Einsätze er bekommt. Froh wäre er über einen Start im Sprint, weil da der Verfolger dranhängt. Auch einen Einsatz in der Staffel würde er gerne bekommen. »Es ist gut, dass er sich bedeckt hält. Wenn er zum Einsatz kommt, soll er seine Chance nutzen. Die gute Platzierung kommt von selber«, gibt ihn sein Trainer mit auf dem Weg.

Einer, der ihm auch einiges mit auf dem Weg gibt, ist der dreifache Olympiasieger Michael Greis. Die Erfolge von Greis haben ihn als jungen Sportler zum Biathlon beim SK Nesselwang gebracht. »Der ganze Ort war aus dem Häuschen über die Erfolge vom Michi. Das hat mich unheimlich motiviert«, erinnert er sich.

Das neue Umfeld passt auf Anhieb

2013 wechselte Nawrath – wie früher sein Vorbild auch – zum Stützpunkt nach Ruhpolding. Dort passten auf Anhieb das Umfeld und das professionelle Training mit Athleten wie Andi Birnbacher und Simon Schempp. »Das hat mir einen großen Schub gegeben.«

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2014 holte er mit der deutschen Staffel Gold – in dieser stand auch Matthias Dorfer vom SV Marzoll. Für die sportliche Zukunft wünscht sich Nawrath einen festen Platz im Weltcupteam. Er verrät dazu auch seine Formel: »Ich will meine Leistungen weiter stabilisieren und bei Erfolgen auf keinen Fall abheben.« SHu

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