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Unabhängige Ansprechpartner für Patienten

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Zahlreiche Fragen rund um Patientenrechte beantworteten die Patientenfürsprecher Hans Öggl im Klinikum Traunstein (rechts) und Rudolf Schenkl  von  der  Kreisklinik Trostberg sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel (links) am »Tag des Patienten« im Klinikum Traunstein. (Foto: Buthke)

Traunstein – Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und die Bayerische Krankenhausgesellschaft haben eine Vereinbarung betroffen, die den Krankenhäusern als Anleitung und Unterstützung bei der Einrichtung von Patientenfürsprechern dient. Seither ist die Zahl der Patientenfürsprecher deutlich angestiegen. Auch die Kliniken Südostbayern AG hat sich nach den Worten von Vorstand Elisabeth Ulmer entschlossen, in ihren Krankenhäusern Krankenhausfürsprecher als unabhängig und ehrenamtlich tätige Ansprechpartner für Patienten zur Lösung und Schlichtung von kleinen oder großen Problemen sowie als Moderatoren zur Entschärfung von Konflikten einzusetzen.


Am bundesweiten »Tag des Patienten« stellten die neuen Patientenfürsprecher Hans Öggl (Klinikum Traunstein) und Rudolf Schenkl (Kreisklinik Trostberg) sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel (»Sagen Sie’s Schorsch«) im Klinikum Traunstein den zahlreich gekommenen Interessierten sich und ihre Tätigkeit vor. Außerdem beantworteten sie viele Fragen rund um die Patientenrechte.

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Ziel ist es, das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Krankenhäusern zu fördern. Sie seien eine wichtige Ergänzung zum bereits bestehenden Beschwerdemanagement, um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können. »Unsere vom Krankenhaus unabhängigen Patientenfürsprecher übernehmen eine Mittlerrolle zwischen Patienten, Angehörigen und Krankenhauspersonal und dienen als Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden. Patienten und Angehörige können sich mit ihren Anliegen persönlich und vertraulich an sie wenden. Sie werden nur in Absprache mit ihnen tätig«, so Ulmer.

Vorrangig Ansprechpartner für die Patienten

Zusätzlich könnten sie ihre Beschwerden wie bisher den Mitarbeitern des Beschwerdemanagements vortragen, die den Fall aufnähmen und bearbeiteten. Beide Einrichtungen würden ihre Anliegen dann mit den Mitarbeitern des jeweiligen Bereichs besprechen und sich persönlich um eine Lösung kümmern.

»Die Patientenfürsprecher sind vorrangig Ansprechpartner für Patienten sowie Pflegebedürftige und deren Angehörige. Ihre Arbeit erfolgt in unabhängiger Funktion, damit sie eine vermittelnde Rolle zwischen Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern einnehmen können«, so Öggl. Ihre Aufgabe bestehe darin, Patienten und Angehörige in allen Problemsituationen und Anliegen rund um den Krankenhausaufenthalt zu beraten, sie objektiv zu informieren und sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken und zu unterstützen.

Dies betreffe auch den persönlichen Umgang zwischen Krankenhauspersonal und Patienten bis hin zu vermuteten Behandlungsfehlern. »Patientenfürsprecher unterliegen der Schweigepflicht. Nur mit dem Einverständnis eines Patienten darf ein Patientenfürsprecher Informationen weitergeben«, betont der Trostberger Patientenfürsprecher Schenkl. Ihre Tätigkeit umfasse aber auch die Entgegennahme und Weiterleitung von Verbesserungsvorschlägen, Lob und Zufriedenheit.

Die Sprechstunden des Patientenfürsprechers Öggl im Klinikum Traunstein sind montags von 13 bis 15 Uhr, die des Patientenfürsprechers Schenkl in der Kreisklinik Trostberg montags von 10 bis 12 Uhr. Eine telefonische Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0861/705 15 35 (Öggl) und 08621/87 90 800 (Schenkl) wird empfohlen. Bjr

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