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Steindenkmal am Höhenberg geplant

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Der Tetrafunkmast in Oberbrunn steht – gegen den Wunsch der Bürgerinitiative »Tetrafunkfreies Seeon-Pittenhart«. Die BI möchte aber nicht schweigend zusehen und wird am Sonntag ein Steindenkmal bauen.

Seeon-Seebruck. Der Bürgerinitiative (BI) »Tetrafunkfreies Seeon-Pittenhart« ist es nicht gelungen, die Basisstation für den Tetrafunk zu stoppen: Vor etwa zwei Wochen wurde ihnen auf dem Höhenberg bei Seeon in Oberbrunn ein 40 Meter hoher Funkmast aufgestellt. Die Initiatoren der BI wollen aber nicht schweigend zusehen und ein deutliches Zeichen setzen: Und zwar mit einem Steindenkmal, zu dem jeder Bürger seinen Beitrag leisten kann – und zwar in Form eines Steines.


Das Steindenkmal soll am Sonntag auf dem Höhenberg errichtet werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Straßenkreuzung in Oberbrunn. Jeder Teilnehmer kann einen Stein mitbringen. Die BI hofft, dass mit möglichst vielen Teilnehmern ein entsprechend großes Denkmal zustande kommt. Im Anschluss treffen sich alle im Biocafé.

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Die BI vertritt die Meinung, dass der Tetrafunk gesundheitsschädlich sei. Ganz abgesehen von den Kosten, die nach ihrer Ansicht in ungeahnter Höhe für die Wartung und Instandhaltung sowie neue Funkgeräte auf die Gemeinden zukommen. Die Gegner forderten wiederholt das Vorhaben zu stoppen, so lange sicherheitsrelevante und rechtliche Punkte nicht geklärt seien. Ihren Angaben zufolge hätten die Testläufe in München bisher noch niemals funktioniert und es gebe viele Mängel, die in der Öffentlichkeit verschwiegen werden. Sie können nicht nachvollziehen, warum um jeden Preis die ungenügenden Voraussetzungen für einen vernünftigen digitalen Rettungs- und Polizeifunk scheinbar einfach ignoriert werden und allen Hinweisen, Tatsachen und Einwänden zum Trotz das Projekt durchgezogen werde: »Der Bürger zahlt es eh!« Dabei gebe es belegbare Alternativen, die aber nicht angehört würden.

Auch der Alternativvorschlag der Gemeinde Seeon-Seebruck, den Funkmasten zu verschieben, um weiter von der Wohnbebauung abzurücken, hätte in den Augen der Bürgerinitiative das eigentliche Problem nicht gelöst. Die Gemeindeverwaltung hatte im Zuge des Genehmigungsverfahrens vorgeschlagen, den Sendemasten um 150 Meter zu verschieben, um eine mögliche Belastung so gering wie möglich zu halten. Doch auf diesem Standort wurden in den 1990er Jahren nachweislich Bodenfunde festgestellt.

Der Gemeinderat hatte den Vorschlag der Verwaltung auch mit knapper Mehrheit (8:8 Stimmen) abgelehnt und somit das Feld der zuständigen Genehmigungsbehörde überlassen. Vor etwa zwei Wochen wurde der Funkmasten aufgestellt. Ob dieser schon in Betrieb ist, konnte bislang nicht Erfahrung gebracht werden. ga