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Sepp Konhäuser will es noch einmal wissen

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Traunstein: SPD stellt Sepp Konhäuser zum fünften Mal als Landratskandidat auf
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Die SPD-Unterbezirksvorsitzende Dr. Bärbel Kofler gratulierte Sepp Konhäuser zu seiner Nominierung als Landratskandidat. (Foto: Buthke)

Traunstein – Von den Pater-Brown-Spielfilmen mit Heinz Rühmann in den 1960er Jahren hatte einer den Titel »Er kann's nicht lassen«. Unter diese Überschrift könnte man auch die Nominierung von Sepp Konhäuser stellen, denn der Ruhpoldinger tritt nun schon zum fünften Mal für den SPD-Unterbezirk Traunstein bei einer Kommunalwahl als Landratskandidat an.


Bei der Aufstellungsversammlung im Brauereiausschank Schnitzlbaumer bekam er 53 von 54 Delegiertenstimmen. Der Liste der Kreistagskandidaten, die von Konhäuser, der Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler und Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel als Zugpferde angeführt wird, stimmten alle Kreisdelegierte zu. Dass sowohl der Landratskandidat als auch die Kreistagsliste mit so vielen Stimmen aufgestellt worden sei, wertete die Unterbezirksvorsitzende Dr. Kofler als wichtiges Zeichen für das Gesamterscheinungsbild der SPD im Landkreis.

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Als Landratskandidat brauche er eine starke Fraktion, um mehr Gerechtigkeit walten zu lassen, nachhaltig für die Umwelt einzutreten, günstigen Wohnraum zu schaffen und gegen Ausländerfeindlichkeit zu kämpfen, betonte Konhäuser.

Bei seiner Kandidatur gehe es nicht um ihn selbst, sondern ausschließlich darum, dass die SPD-Kreistagsfraktion weiterhin so stark sei wie bisher. Seit 1945 habe die SPD im Landkreis immer Landräte und Bürgermeister gestellt. »Ich möchte daher, dass die SPD auch künftig eine wichtige Rolle spielt und politisch mitgestaltet.« Dazu brauche es aber die Solidarität der Ortsvereine und Genossen, denn die Konkurrenz sei größer denn je.

In groben Zügen ging Konhäuser auf die Leitlinien der Partei für den Kommunalwahlkampf ein. Im Landkreis Traunstein lebe es sich gut und dank eines guten Branchenmixes von Industrie, Handel und Gewerbe herrsche mit einer Arbeitslosenquote unter drei Prozent Vollbeschäftigung.

Das Gesundheitswesen möchte Konhäuser erhalten und ausbauen. Die Kliniken stünden gut da, aber man müsse aufpassen, denn laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung werde es in Zukunft nur noch Krankenhäuser ab 300 Betten geben. Dann gäbe es nur noch die Kliniken in Traunstein und Bad Reichenhall. »Wir sind aber ein Flächenlandkreis und brauchen unsere Krankenhäuser«, unterstrich Konhäuser.

Der Landkreis gebe 33 Millionen Euro für Soziales aus. Konhäuser setzte sich für eine Jugendsozialarbeit bereits im Kindergarten ein. Sie solle so früh wie möglich eingreifen, da durch Prävention später Geld gespart werde.

Es gebe rund 50.000 Menschen im Landkreis, die über 60 Jahre alt seien. Deshalb sei der Ausbau des ÖPNV ein wichtiger Bereich. Ebenso müsse man sich um einen behindertengerechten und barrierefreien Ausbau im öffentlichen Raum kümmern. Die drei Kreisaltenheime schrieben keine roten Zahlen. In Palling werde ein neues Altenheim gebaut. Altenheime seien jedoch keine Pflichtaufgabe eines Landkreises. An der Kreisklinik Trostberg werde eine Kurzzeitpflege eingerichtet, die von der Wohnungsbau GmbH finanziert sowie von den Kreisaltenheimen und der Kreisklinik getragen würden. Dies sei jedoch nur möglich, weil alle Einrichtungen dem Landkreis gehörten, so Konhäuser.

Beim Thema »Ökologie« brauche sich die SPD nicht verstecken, weil sie bereits in den 1980er Jahren schon sehr viel getan, dies aber nicht an die große Glocke gehängt habe, betonte der Landratskandidat. Vor Jahren habe der Landkreis beschlossen, dass der private Stromverbrauch bis 2020 zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie abgedeckt werde. Dieses Ziel habe man bereist 2018 erreicht. Ferner brach er eine Lanze für die Wasserkraft. Sie sei die älteste Energie, die 24 Stunden zur Verfügung stehe. Viele seien dagegen, aber an allen Ecken werde Windkraft gefordert, obwohl bei uns in der Fläche kaum der erforderliche Wind wehe.

Bei der Abfallentsorgung fordere die SPD weg vom Bringsystem hin zum Abholsystem zu kommen, weil es ökologischer Unsinn sei, dass jeder seinen Müll herumfahre. Die Zahl der Wertstoffhöfe könne dann verkleinert werden. Weil die Müllverbrennungsanlage des Zweckverbands Abfallverwertung Südostbayern (ZAS) abgezahlt sei, habe der Landkreis die billigsten Abfallgebühren in Bayern. Ab 2020 werde die Biotonne eingeführt. Nur wer möchte, könne sie nutzen. Jeder könne nämlich seine biologisch verwertbaren Abfälle weiterhin kompostieren.

Das sind die 70 Kandidaten für die Kreistagsliste

  • Sepp Konhäuser (Ruhpolding)
  • Dr. Bärbel Kofler (Traunstein)
  • Christian Kegel (Traunstein)
  • Daniela Baumann (Trostberg)
  • Johann Schild (Fridolfing)
  • Marina Gasteiger (Grassau)
  • Dirk Reichenau (Tittmoning)
  • Petra Blum (Tacherting)
  • Claus Pichler (Ruhpolding)
  • Sylvia Seitz (Waging)
  • Hans-Michael Weisky (Trostberg)
  • Elisabeth Holzner (Ruhpolding)
  • Stefan Georg Kattari (Grassau)
  • Gabi Wallner (Kirchanschöring)
  • Ernst Ziegler (Traunreut)
  • Sabine Prechtl (Trostberg)
  • Hans Egger (Inzell)
  • Philomena Haubl (Altenmarkt)
  • Christian Stoib (Traunreut)
  • Michaela Eder (Siegsdorf)
  • Rainer Schroll (Vachendorf)
  • Monika Stockinger (Traunstein)
  • Sepp Parzinger (Bergen)
  • Waltraud Eisenberger (Schleching)
  • Stefan Rauschhuber (Tacherting)
  • Claudia Hartl (Fridolfing)
  • Wolfgang Buchner (Siegsdorf)
  • Agnes Göhle (Vachendorf)
  • Thomas Nicolai (Surberg)
  • Susanne Thomas (Tittmoning)
  • Helmut Haigermoser (Tacherting)
  • Andrea Baumann (Traunreut)
  • Tobias Gasteiger (Grassau)
  • Elisabeth Tikal (Siegsdorf)
  • Johannes Stief (Ruhpolding)
  • Edith Teichreber (Traunstein)
  • Guido Hillebrand (Kirchanschöring)
  • Claudia Schuster (Trostberg)
  • Josef Rieder (Inzell)
  • Susanne Gmeindl (Altenmarkt)
  • Bernhard Kübler (Siegsdorf)
  • Sabine Saurler (Inzell)
  • Werner Schulzke (Fridolfing)
  • Julia Sattler-Mader (Traunstein)
  • Werner Schlachta (Fridolfing)
  • Alice Gruß (Grassau)
  • Holger Knuth (Chieming)
  • Doris Ober (Altenmarkt)
  • Anton Krutzenbichler (Ruhpolding)
  • Lara Treppner (Trostberg)
  • Christian Mayer (Traunstein)
  • Brunhilde Hofmann (Traunreut)
  • Peter Forster (Traunstein)
  • Konstanze Reichert-Kegel (Traunstein)
  • Fritz Hausbacher (Reit im Winkl)
  • Christine Kaltenhauser (Traunstein)
  • Franz Disterer (Tacherting)
  • Roswitha Weinen (Traunstein)
  • Heinz Deutsch (Altenmarkt)
  • Maria Peschka (Traunreut)
  • Gerhard Hübner (Traunstein)
  • Thomas Beilhack (Unterwössen)
  • Werner Oberauer (Altenmarkt)
  • Rainer Klapfenberger (Siegsdorf)
  • Gernot Straßer (Kirchanschöring)
  • Quirin Scheurl (Inzell)
  • Christian Keller (Übersee)
  • Nils Bödeker (Traunstein)
  • Ernst Schilder (Trostberg)
  • Josef Wittmann (Tittmoning)

Die Ersatzkandidaten sind:

  • Josef Smolik (Trostberg)
  • Heinrich Hunglinger (Chieming)
  • Josef Hinterschnaiter (Traunstein)
  • Armin Brunner (Traunstein)
  • Roland Dohlus (Siegsdorf)
  • Manfred Wildmann (Tacherting).

Bjr

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