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Schon wieder ein Blitz: Stall brannte völlig nieder

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Bei diesem Großbrand in Saaldorf-Surheim entstand ein Sachschaden von mindestens 200 000 Euro. (Foto: FDL/Lamminger)

Saaldorf-Surheim – Der Stall eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Gemeinde Saaldorf-Surheim ist nach einem Blitzeinschlag am Montagabend vollständig niedergebrannt. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 200 000 Euro geschätzt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.


»Ich habe das Feuer noch entdeckt und wollte löschen«, sagte der noch sichtlich mitgenommen Rehrl-Bauer Ludwig Gschwendner am Tag danach im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Der Blitz hatte am Montag offenbar gegen 20 Uhr im nördlichen Teil des Stalls eingeschlagen und sich explosionsartig auf das gut 40 Meter lange Gebäude ausgebreitet.

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Für einen Blitzschlag sprechen auch die Berichte mehrerer Zeugen, die einen Blitz und den lauten Knall gesehen und gehört haben. Zur Zeit des Brandausbruchs war gerade ein heftiger Gewittersturm über die Gemeinde gezogen.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren stand das Wirtschaftsgebäude des zwischen Saaldorf und Obersurheim Einzelanwesens schon in Vollbrand. »Glücklicherweise konnten wir schnell vor Ort sein, weil wir gerade am Feuerwehrhaus versammelt waren«, berichtete der Saaldorfer Feuerwehrkommandant Mathias Nutz, in dessen Händen auch die Einsatzleitung lag.

Neben der Saaldorfer und der Surheimer Feuerwehr rückten auch die Wehren aus Freilassing und Laufen mit ihren Drehleitern an. Im Einsatz waren 15 Löschfahrzeuge und an die 150 Feuerwehrleute. Vor Ort waren auch Polizei, Rotes Kreuz und THW. Die Anstrengungen der Feuerwehr richteten sich vor allem auf den Schutz des Wohngebäudes. »Dank unserer Maßnahmen und der massiven Brandmauer konnten größere Schäden am Wohnhaus verhindert werden«, berichtete Mathias Nutz. Auch Kühe, Kälber und die zwei Stiere konnten rechtzeitig ins Freie gebracht werden, wobei die massive Betondecke im Stallgebäude hier Schlimmeres verhinderte. Um die Löschwasserversorgung zu sichern, wurde ein 8000-Liter-Container der Laufener Wehr angefordert und eine zusätzliche Schlauchleitung zum Saaldorfer Klärwerk gelegt.

Nach Ende der Löscharbeiten gegen 23 Uhr begann man mit einem großen Bagger die verkohlte Holzkonstruktion abzureißen und das kokelnde Heu im Außenbereich zu verteilen und abzulöschen. »Wir haben die ganze Nacht über gearbeitet«, sagte ein sichtlich erschöpfter Vinzenz Moosleitner, langjähriger Vorsitzender der Saaldorfer Feuerwehr, am Tag danach.

Der Kriminaldauerdienst (KDD) aus Traunstein übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Ortsverbindungsstraße von Saaldorf nach Surheim für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Erst vor gut eineinhalb Wochen hatte in Petting der Blitz eingeschlagen (wir berichteten). Auch hier war ein Stall abgebrannt. nh/fb