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Schleching lässt nur noch heimische Pflanzen zu

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Schleching. In seiner letzten Sitzung beschloss der Gemeinderat Änderungen der Gestaltungssatzung. Sie betreffen die Aufstellung von Sonnenkollektoren und die Bepflanzung im Gemeindegebiet.


»Zur Pflege und Entwicklung des Orts- und Landschaftsbildes« wird nur noch die Pflanzung bestimmter Laubbäume und Sträucher zugelassen. Mit der Verwendung ausschließlich heimischer Gehölze »werden die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und das Landschaftsbild gefördert«, heißt es dazu. Gerade in Regionen mit extremen Klimabedingungen habe es sich gezeigt, dass mit der Verwendung von aus der Region stammenden Pflanzen die höchsten Frostresistenzen zu erreichen sind. Mit der Verwendung von Pflanzen aus anderen Regionen (zum Beispiel Küstengebieten) würden diese genetischen Besonderheiten gefährdet.

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Insbesondere die heimische Tierwelt profitiert in hohem Maße von heimischen Gehölzstrukturen als Brut-, Nahrungs- und Zufluchtsstätte.

Zulässig sind daher nur noch standortgerechte, heimische Gehölze, Laubbäume, Obstbäume, blühende Sträucher und Klettergehölze. Nicht erlaubt sind Nadelgehölze wie Serbische Fichte, Fichte, Blaufichte, Tanne, Thujen, Lärche, Kiefer, Wacholder, Zypresse, Douglasie und Blutbuche sowie Sorten mit Säulen-, Pyramiden- und Hängeformen und buntlaubige Formen.

Mit diesen Satzungsänderungen (die schon seit 2000 in den meisten Bebauungsplänen enthalten sind) wird nun eine Gleichbehandlung im Ortsgebiet gefördert.

Bei Sonnenkollektoren kann die Drehachse ausnahmsweise auch senkrecht zur Traufe angebracht werden, wenn sie nicht frei einsehbar sind und das Gebäude nicht in Denkmalnähe, im Bereich des Altbestandes oder am Ortsrand liegt. Möglich ist es auch, wenn die Sonnenkollektoren auf keiner anderen Fläche im Grundstück installiert werden können und nicht durch größere Flächen oder Alternativen ausgeglichen werden können. Mehrmals hat der Gemeinderat über dieses Thema beraten, um auch in Zukunft als Ökomodellgemeinde Energie und Ortsgestaltung gerecht zu werden.

Ein weiterer Punkt der Sitzung behandelte die Strombeschaffung für die Jahre 2014 bis 2016. Einig war man sich, dass Schleching den Ökostrom aus der Region bevorzugt. Hierzu werden die Firmen E.ON und die Gemeinde- bzw. Stadtwerke Unterwössen, Traunstein und Rosenheim um Angebote gebeten. wun