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»Richard Strauss – Spuren in Marquartstein«

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Bürgermeister Andreas Scheck (links) mit den Ausstellungsmachern Christiane Giesen und Klaus Thiele vor einem Strauss-Gemälde von Anton Müller-Wischin. Das Original hängt im Lenbach-Haus in München. (Foto: Grabmüller)

Marquartstein. Vor 150 Jahren wurde der Komponist und Dirigent Richard Strauss geboren, vor 120 Jahren heiratete er in der Burgkapelle Marquartstein die Sängerin Pauline de Ahna. Die Gemeinde Marquartstein hat das Jubiläumsjahr 2014 zum Anlass genommen, auf den berühmten Musiker in mehrfacher Hinsicht aufmerksam zu machen.


Im Sommer wurde das filigrane Denkmal für Richard Strauss auf dem westlichen Achendamm enthüllt; am heutigen Dienstag gibt es eine Lesung in der Burgkapelle und ein Festkonzert in der Burg; eine Festschrift aus der Feder des Strauss-Forschers Stephan Kohler erschien; und am Wochenende eröffnete Bürgermeister Andreas Scheck eine Ausstellung im Rathaus: »Richard Strauss – Spuren in Marquartstein«.

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Für die Ausstellung hatten die beiden Vorstandsmitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Achental, Christiane Giesen und Klaus Thiele, Dokumente und Fotos zusammengetragen, die von den zahlreichen Sommeraufenthalten zeugen, bei denen Richard Strauss seit seiner Kindheit bis 1907 in Marquartstein Erholung und neue Schaffenskraft suchte. Die Familie seiner Frau lebte an der Burgstraße.

Strauss stand in Kontakt mit Marquartsteiner Bürgern wie dem Maler Anton Müller-Wischin, dessen Enkelin Barbara Kopf – neben anderen Leihgebern – viele Dokumente zur Verfügung stellte. Gästebucheintragungen, Fotos und Korrespondenz belegen Strauss' Verbundenheit mit Marquartstein. So wirft die Ausstellung im Rathaus auch ein Licht auf das Achental als touristisches Ziel in der Zeit um 1900: Die Berge, der Fluss, der Ort Marquartstein, die Burg und die Burgkapelle zogen Strauss wie viele andere Gäste stark an.

Bei der Ausstellungseröffnung erläuterte Christiane Giesen den zahlreichen Besuchern die Exponate. Unter den ersten Gästen waren auch Barbara Kopf, die Enkelin des Malers Anton Müller-Wischin, sowie das Ehepaar Bernheimer und der frühere Bürgermeister Hans Daxer. Die Ausstellung »Richard Strauss – Spuren in Marquartstein« ist bis 21. September bei freiem Eintritt im Rathaus zu folgenden Zeiten zu besichtigen: Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 12 Uhr, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr, Samstag von 10 bis 12 Uhr und an den Sonntagen jeweils von 11 bis 14 Uhr. ugr