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Neue Kassierin beim Förderverein Maxhütte

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Die Vorstandsmitglieder (von links) Lorenz Knirsch, Bettina Böttner-Apfelstedt und Hans Reich (ganz rechts) gratulierten dem neuen Beisitzer Josef Grandl und Schatzmeisterin Elisabeth Schulz zu den neuen Ämtern. (Foto: Humm)

Bergen – In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Maxhütte Bergen kündigte Vorsitzender Hans Reich Veränderungen in der Vorstandschaft an.


Zur neuen Schatzmeisterin wurde Elisabeth Schulz aus Traunstein gewählt, Josef Grandl ist neues Mitglied des Beirats. Schatzmeisterin Birgit Maeckelburg und Beisitzerin Renate Ecker hörten auf.

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Sehr erfreulich nannte Reich die Mitgliederentwicklung. Aktuell gehören dem Verein 234 Mitglieder an. Positiv äußerte er sich auch über die Besucherzahl, die um 30 Prozent auf 3100 gesteigert werden konnte. Er erwähnte auch die Unterstützung der örtlichen Touristik, die Jahr für Jahr bis zu 3000 Museums-Prospekte verteilt hatte.

Besichtigung von Wohnung im Schlackenhaus

Sehr wichtig nannte Reich die Besucherführungen. »Jetzt können wir auch eine Wohnung im Schlackenhaus besichtigen, die nach der damaligen Zeit eingerichtet wurde«, sagte der Vorsitzende. Zudem würdigte er Monika Berlitz und Dr. Peter Rölz, die neben ihm die Führungen veranstaltet haben. Für die nahe Zukunft erwarte er eine weitere Steigerung der Besucherzahlen. So trug Reich bei der Schulleiter-Konferenz in Pelham vor zahlreichen Lehrern sein museumspädagogisches Konzept vor. Er nannte das Echo positiv und hoffte auf starken Besuch vieler Schulklassen.

Reich verwies auf Veranstaltungen des Fördervereins im Museum Maxhütte und erinnerte dabei an das Ferienprogramm. Dabei hatten Schüler die Möglichkeit zum Zinngießen, konnten sich am Museumsquiz beteiligen oder diverse Filme im Medienraum anschauen. Veranstaltet wurden Bilderausstellungen, Konzerte und ein Törggelen im Museum veranstaltet.

Höhepunkt war der Vereinsausflug, der zur Fuggerstadt Augsburg führte. »Außerdem habe ich Veranstaltungen der Heimatpflege in Traunstein und Kirchanschöring sowie eine Tagung der Region 18 der Landesanstalt für nicht staatliche Museen besucht«, sagte Reich. Er kündigte für heuer einige Ausstellungen an, die Vorgespräche dazu laufen bereits. Geplant sind auch wieder Konzerte, der Vereinsausflug und der Törggelen im Museum.

Weiter sagte Reich, vor Beginn der Saison Anfang Mai erfolgt die große Putzaktion im Museum. Bürgermeister Stefan Schneider war voll des Lobes für Hans Reich und seiner Vorstandschaft. Ortsheimatpfleger Sigmund Gehmacher erzählte Geschichten aus Bergen und der Maxhütte. Er sprach über die harte Knochenarbeit im Eisenhüttenwerk und ging auf zahlreiche Bräuche der damaligen Zeit ein, die auch heute noch aktuell sind.

So findet im nächsten Jahr eine Faschingshochzeit statt. Er erinnerte an den Brauch des Pfannenflickertanzes, der seinen Ursprung in Bergen hat, die Entstehungsgeschichte zahlreicher Vereinsgründungen und stellte fest, dass Bergen in früherer Zeit das »Dorf der 1000 Lieder« genannt wurde. Gehmacher ging auf die Namen der Orte aus alter Zeit ein und sprach über die urbayerischen Dialekte. Zudem erinnerte er daran, dass es bis 1830 in Bergen keine Brücken gab, sondern zum Überqueren der Bäche und der Weißachen nur je eine Furt zur Verfügung stand. OH