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Langsam wird's eng in der Stadt

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An der Maxstraße war wegen Schneehaufen und parkender Autos zeitweise kein Durchkommen mehr möglich. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Langsam wird's eng in der Stadt: Schneehaufen und -berge verstopften gestern nicht nur zeitweise die Straßen in Traunstein, sondern schmälerten zusätzlich noch die sowieso schon geringe Zahl an Parkplätzen. Stadt und Landkreis Traunstein steuern gegen und lassen den Schnee aus der Stadt wegschaffen.


Rund 4500 Kubikmeter Schnee haben Mitarbeiter der Stadt alleine bis Ende vergangener Woche aus der Stadt hinausgefahren. Gestern war ein Fremdunternehmen damit beauftragt, den Schnee aus der Stadt hinauszubringen. Der meiste Schnee landet – dank einer Genehmigung des Wasserwirtschaftsamts Traunstein – in der Kiesgrube der Firma Lampersberger in Aiging. Aber auch auf dem Festplatz, dem Schwimmbad-Parkplatz sowie dem Ausweichparkplatz des Schwimmbads an der Siegsdorfer Straße türmt sich bereits der Schnee aus der Innenstadt.

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»Erste Priorität ist es, den Schnee dort wegzukriegen, wo es sicherheitsrelevant ist«, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Traunstein, Carola Westermeier. In der Nähe von Kreuzungen zum Beispiel oder von Bushaltestellen.

Der Landkreis ist darum bemüht, die Schneeberge entlang der Kreisstraßen wieder schrumpfen zu lassen. Rund 250 Kubikmeter sind alleine entlang der Kreisstraße TS 2 bereits verschwunden, vom Gasthaus Sailer-Keller über das Klinikum Traunstein und Geising bis nach Wolkersdorf. Auch an der Kreisstraße TS 1, an der Kammerer Straße sowie in den Ortsteilen Rettenbach und Kammer, ist schon einiges an Schnee weggekommen. Den Schnee an der Kreisstraße TS 29, an der Hochbergstraße, will der Landkreis in den nächsten Tagen abtransportieren lassen, wie Pressesprecher Roman Schneider informiert.

Die elf Räumfahrzeuge der Stadt Traunstein sowie jede Menge Fremdunternehmen mit ihren Fahrzeugen sind zurzeit fast rund um die Uhr unterwegs. Im Mehrschichtbetrieb kümmern sie sich zwischen 2 beziehungsweise 3 Uhr und 21 Uhr darum, dass die Straßen und Wege geräumt und gestreut sind. Die sogenannten Handräumer sind zwischen 6 und 20 Uhr im Einsatz.

Alle Straßen und Wege, die die Stadt Traunstein räumen und streuen muss, aneinandergereiht ergeben laut Stadtsprecherin Carola Westermeier eine Länge von 140 Kilometern. Es liegt auf der Hand, dass die Hauptverkehrswege zuerst an der Reihe sind.

Um sich selbst ein Bild von der Arbeit des Winterdiensts zu machen, hatte Oberbürgermeister Christian Kegel vor, heute noch vor seinem eigenen Dienstantritt auf einem Räumfahrzeug mitzufahren.

Auch Pressesprecherin Carola Westermeier kennt die Probleme des Winterdiensts. Schneehaufen und parkende Autos würden gerade oft die kleineren Straßen so verschmälern, dass die Räumfahrzeuge nicht mehr durchkämen. Gestern war das zum Beispiel an der Trauner Straße und der Ettendorfer Straße der Fall. Manchmal, so Westermeier, sei es auch eine Sache von Zentimetern, wenn das Durchkommen doch noch gerade so klappt. Die Sprecherin der Stadt appelliert darum, beim Parken darauf zu achten, dass die Fahrbahn noch so breit ist, dass die Räumfahrzeuge durchkommen können.

Wo die Räumfahrzeuge stecken bleiben, da bleiben es in der Regel auch die Laster. In der Maxstraße ging gestern Mittag zum Beispiel eine zeitlang nichts mehr, weil ein Lkw nicht an einem parkenden SUV vorbeikam. »Das ist zurzeit wirklich unser größtes Problem«, sagt Westermeier. san