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Hauptgebäude der Abtei Frauenwörth sind fertig saniert

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Das Glockentürmchen an der Chorkapelle wird heuer noch saniert. (Foto: Thümmler)

Chiemsee – Nach sieben Jahren schloss die Abtei Frauenwörth die energetische und brandschutztechnische Sanierung ihrer Hauptgebäude – der Häuser Benedikt und Tassilo – ab, teilte Cellerarin (Finanzministerin) und Schriftführerin Elisabeth Barlage in der Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Abtei mit. Der Freundeskreis trug dazu 425 000 Euro an Zuschüssen bei.


Die Sanierung läuft jedoch noch weiter. Für heuer gibt es vom Freundeskreis weitere Zuschüsse: 45 000 Euro für die Sanierung des Glockentürmchens oberhalb der Chorkapelle. Die Glocke wird zu den Chorgebeten geläutet. Weitere 2000 Euro spendet der Verein für die Gästebestuhlung der renovierten Chorkapelle.

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Vorsitzende Annemarie Biechl, MdL a.D., freute sich, dass es jetzt endlich gelungen sei, eine Verbesserung des Breitbandanschlusses für die Fraueninsel zu erreichen. Mit der »Lex Chiemsee« werde die Fraueninsel mit nur einer Gemeinde sogar 80 Prozent Förderung erhalten. Eine Glasfaserleitung im Chiemsee von Gstadt aus könne verlegt werden. Das sei ein wichtiger Fortschritt, besonders für die Teilnehmer der über 500 jährlichen Seminare in der Abtei.

Als weitere wichtige Maßnahme bezeichnete Biechl die »Klosterpost« und die damit verbundene neue Internetpräsenz des Freundeskreises. Künftig möchte der Verein seine Aktivitäten schneller vorstellen, so Biechl. Als eine schöne Aufgabe des Freundeskreises nannte sie die jährlichen Kulturfahrten auf den Spuren des Klosters; so im vergangenen Jahr ins Ötztal und in diesem Jahr am 13. Oktober ins Salzkammergut ins Europakloster Gut Aich und zur Basilika der ehemaligen Benediktinerabtei Mondsee.

Erfreut zeigte sich Biechl auch, dass der Freundeskreis beim Weihnachtsmarkt auf der Fraueninsel an zwei Wochenenden mit Produkten des Klosters mitmache. Die Vorsitzende erinnerte dabei an die Jubiläumsedition 111 Jahre Chiemseer Magenbitter in diesem Jahr.

Äbtissin Johanna Mayer erinnerte in ihrem Bericht aus der Abtei ans Jahresmotto »Gerechtigkeit du Frieden«. Beim Dank an den Freundeskreis für die finanzielle Unterstützung nannte die Äbtissin diese Unterstützung zwar wichtig. Aber auch das »Mut machen« für immer wieder neue Aufgaben sei ebenso wichtig. Derzeit bestehe der Konvent aus 18 Ordensfrauen.

Schatzmeisterin Martin Weiselgartner berichtete über den Jahresabschluss mit Einnahmen von 51 616 Euro und Ausgaben von 47 921 Euro. Die Mitgliederzahlen des Freundeskreises pendelten sich bei 33 Neueintritten und 35 Austritten auf 885 ein.

Das Glockentürmchen bedürfe dringend einer Renovierung, da die Hälfte der Standbefestigung bereits vermorscht sei, so Barlage. Über die umfangreiche energetische und brandschutztechnische Sanierung der Hauptgebäude in sieben Jahren, die besonders den Ersatz der Fenster und die Dachrenovierungen betrafen und mit dem Denkmalschutz abgestimmt worden seien, informierte Barlage eingehend. Die Renovierung gehe jedoch noch weiter mit der Sanierung des Gästehauses für persönliche Gäste des Konvents an der Ostseite. Schließlich plane das Kloster ein Blockheizkraftwerk, um beim Stromverbrauch unabhängiger zu sein.

Die musikalische Umrahmung der Versammlung wie auch beim anschließenden Stehempfang im Klosterhof übernahm die Liabeberg-Musi aus Atzing. Die Bäuerinnen von Greimharting hatten für Bewirtung gesorgt. th

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