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Fraueninsel wird zur »Spielinsel«

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Über die neuen Schilder auf der Fraueninsel wundern sich viele Besucher. Auf Wunsch der Insulaner wurden sie angebracht, die immer wieder kritisiert hatten, dass Versorgungsfahrzeuge zu schnell fahren. Auch Radler müssen sich nun an die Schrittgeschwindigkeit halten. (Foto: Thümmler)

Chiemsee – »Wird Frauenchiemsee eine Spielinsel?« Mehrere Hundert Gäste, die täglich die Fraueninsel besuchen, fragen verwundert nach dem Aussteigen aus den Schiffen nach der Bedeutung des neuen Verkehrsschildes »Verkehrsberuhigter Bereich«, umgangssprachlich auch Spielstraße genannt, am Dampfersteg. Wird das Eiland jetzt zu einer Spielinsel? Die Lösung gab es in der Bürgerversammlung der Gemeinde Chiemsee im Klosterwirt: »Die ganze Fraueninsel wird damit zum verkehrsberuhigten Bereich«, so Bürgermeister Georg Huber.


Er erläuterte in der nicht besonders gut besuchten Bürgerversammlung, dass damit in erster Linie die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die zur Versorgung auf der Insel fahren dürfen, gemeint sei. Sie dürfen jetzt nur mehr mit einer Geschwindigkeit von vier bis sieben km/h fahren. Huber bemerkte ausdrücklich, dass diese Höchstgeschwindigkeit auch für Radfahrer gelte. Der Anstoß für die Einführung sei von den Insulanern gekommen, die immer wieder das zu schnelle Fahren der Kraftfahrzeuge auf der Insel kritisiert hatten. Der Bürgermeister hofft, dass die Schilder, die am Hauptsteg, Nordsteg und an der Fähranlage angebracht worden seien, eine Besserung der Verkehrsverhältnisse auf dem Eiland bringen.

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Eine Überwachung der Geschwindigkeit werde auch auf der Insel nicht fehlen, erklärte Huber. So sei ihm mitgeteilt worden, dass im Rahmen der Polizeiausbildung auch Radarkontrollen auf der Insel geplant seien.

Die Bürgerversammlung hatte mit einem Dank des Bürgermeisters an alle ehrenamtlich Tätigen auf der Insel begonnen. Huber erwähnte besonders auch die Restaurierung der Kriegerkapelle unter den Linden. Diese sei ehrenamtlich von fünf Mitgliedern des Veteranenvereins Breitbrunn, dem auch die Fraueninsel angehöre, erfolgt.

Ein schnelleres Internet dürfte jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen, so der Bürgermeister. So sei als Voraussetzung die Verlegung eines Glasfaserkabels auf dem Seegrund von der Fraueninsel nach Gstadt bereits genehmigt worden. Huber rechnet damit, dass in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen der Auftrag für die Ausschreibung erfolge. Zunächst werde das Kloster angeschlossen, das mit seinen vielen Seminaren auch den größten Bedarf habe. Obwohl die Herreninsel zur Gemeinde Chiemsee gehöre, werde dort die Breitbandversorgung mit einem eigenen Vertrag geregelt, informierte Huber. th