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Bauantrag für einen Waldkindergarten vertagt

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Übersee. Noch immer gibt es kein grünes Licht von der Gemeinde Übersee für den ab September geplanten Waldkindergarten. Bereits zum zweiten Mal hat jetzt der Bauausschuss eine Entscheidung über den Standort eines beweglichen Bauwagens als Schutz- und Aufenthaltsraum sowie einer mobilen Holzhütte als Lager- und Geräteraum auf dem Westerbuchberg zurückgestellt. Die Gründe waren neben verkehrstechnischen Problemen und der fehlenden Sicherheit für die Kinder auch ein Protest von rund 80 Anliegern.


Schon vor rund drei Wochen hatten Gemeinderäte in der Bauausschusssitzung ernsthafte Bedenken geäußert. Vor allem in der Zufahrt sahen sie ein hohes Sicherheitsrisiko für die Kinder. Das konnte auch bei der zweiten Besichtigung nicht entkräftet werden.

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Abgesehen davon hatten sich zwischenzeitlich die Westerbuchberger Bürger mit einer Unterschriftensammlung gegen den ihrer Ansicht nach »für einen Waldkindergarten nicht geeigneten Standort Westerbuchberg« ausgesprochen. Sie sehen den geplanten Zugang von der Wessener Straße aus für Kinder als kaum zu bewältigen und besonders bei schlechtem Wetter und im Winter als nicht zumutbar an.

Die Ausweichmöglichkeit am Westerbuchberg über einen Feldweg sei nur für den landwirtschaftlichen Verkehr, keineswegs aber für eventuelle Feuerwehr- und Rettungseinsätze geeignet. Zudem seien keine Parkplätze und Wendemöglichkeiten vorhanden und ein Begegnungsverkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen sei kaum möglich.

Neben den verkehrstechnischen Aspekten äußerten die Bürger auch brandschutzrechtliche Bedenken, da die Unterkunft mit einem Holzofen beheizt werden soll. Sie sehen darin eine Gefahr für die Kinder und ein erhöhtes Risiko für einen Waldbrand am Westerbuchberg. Im Gegenzug schlugen die Bürger einen anderen Standort, etwa am Sportplatz vor, wo Zufahrten, auch für die Feuerwehr, Parkplätze und vor allem Toiletten für die Kinder vorhanden seien.

In der späteren Diskussion im Sitzungssaal drehte sich alles noch einmal sehr ausführlich um die aufgeworfenen Bedenken. Das Fazit: Grundsätzlich ist der Ausschuss nicht gegen einen Waldkindergarten. Allerdings müsse das Konzept auf sicheren Füßen stehen und die verkehrstechnischen Probleme müssen gelöst werden.

Im Beschluss über die nochmalige Zurückstellung des Bauantrages erhielten die Organisatoren des Waldkindergartens die Auflage, die Verkehrssituation an der Wessener Straße sowie beim Zugang zum Bauwagen auf dem Westerbuchberg zu überarbeiten. Darüberhinaus sollen die Verträge zwischen dem Verein und den Eltern von der Verwaltung und dem Bürgermeister noch auf Vollständigkeit geprüft werden. bvd

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